Neue BooteEin Schiff wie ein Schweizer Taschenmesser

Michael Good

 · 13.07.2021

Neue Boote: Ein Schiff wie ein Schweizer TaschenmesserFoto: Dufour Yachts

Frische Ideen, verblüffende Gadgets: Dufour überrascht mit der Ankündigung eines neuen Einsteigermodells. Die Dufour 32 wird schon diesen Herbst präsentiert

Nur einen Tag vor dem französischen Nationalfeiertag und den anschließenden Sommerferien lässt Dufour noch ein gewaltiges Überraschungspaket platzen: In aller Stille haben die Yachtbauer in La Rochelle in Zusammenarbeit mit ihrem Hauskonstrukteur Umberto Felci ein neues Modell für die wichtige Einsteigerklasse um zehn Meter Rumpflänge entwickelt. Die Dufour 32 kommt jetzt als Ersatz für die altgediente sehr beliebte und daher oft verkaufte Dufour 310 aus dem Jahr 2014. Das erste Boot ist aktuell schon im Bau und soll wohl bald in Richtung Fertigstellung gehen. Der neue Typ wird bereits auf den Herbstmessen 2021 als Neuheit präsentiert werden.

Auffällig sind die vielen Details, mit denen Dufour das neue Schiff ankündigt. Herausragend dabei ist die am Heck angebrachte Badklappe als aufblasbare und schwimmfähige Plattform. Sie kann für den Sommertörn dauerhaft angebaut, aber auch komplett entfernt werden. Dazu sind Halterungen für zusätzliches Spaß-Gerät erhältlich, etwa für Surf- oder Kiteboards. Ein großer Cockpittisch ist ebenfalls flexibel einsetzbar. Mit kurzen Stützen und zusätzlichen Einlegepolstern vergrößert er die Cockpitduchten zur ausgedehnten Sonnenliege. Damit es bei starker Sonneneinstrahlung darauf nicht allzu heiß wird, bietet Dufour als Option ein ebenfalls flexibles und leicht verstaubares Stoffdach als Schattenspender an. Reichlich spannende Gimmicks also.

  Spannende Linienführung. Neue Dufour 32 mit mäßig ausgeprägten Chines, Bugspriet und langen RumpffensternFoto: Dufour Yachts
Spannende Linienführung. Neue Dufour 32 mit mäßig ausgeprägten Chines, Bugspriet und langen Rumpffenstern

Damit für Genuss und Entspannung im Cockpit genügend Platz bleibt, wird die neue Dufour 32 nur mit Pinnensteuerung ausgeliefert; ein oder sogar zwei Steuerräder wie beim Vorgängermodell Dufour 310 werden nicht machbar sein. Für die Besegelung stehen wahlweise die Selbstwendefock oder eine überlappende Genua mit verstellbaren 3D-Holepunkten auf dem Kajütdach zur Wahl. Der recht hohe, achterstaglose Mast mit zwei Salingen wird mit auffällig viel Mastfall geriggt und trägt ein durchgelattetes und oben im Topp weit ausgestelltes Square-Head-Großsegel. Das Boot wird aktuell noch ohne Tiefgangvarianten vorgestellt – vorerst gibt es also nur einen L-Kiel mit 1,90 Meter Tiefgang mit einem recht tiefen Ruderblatt. Flexible Tiefgänge wie Hub- oder Schwenkkiel sind zunächst nicht vorgesehen.

Dufour 32. Ein flexibles Sonnendach sorgt für Schatten im Cockpit
Foto: Dufour Yachts

Innen bleibt es ebenfalls ohne Varianten beim Ausbau mit einer Doppelkabine im Vorschiff sowie einer sehr geräumigen und bis weit über die Schiffsmitte eingebauten Eignerkammer achtern. Dazu ist hinten seitlich vom Niedergang eine ebenfalls sehr großzügig eingeplante Nasszelle mit Dusche eingebaut. Der mittig platzierte Salontisch lässt sich auf das Niveau der seitlichen Sofas absenken, die Fläche kann mit zusätzlichen Polstern geschlossen werden. So ist an dieser Stelle ein zusätzliches Doppelbett machbar.

118.520 Euro wird die neue Dufour 32 ab Werft kosten, einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer, inklusive der Segel (Groß und Selbstwendefock) und auch inklusive Einbaumaschine. Die vielen Gadgets, wie zum Beispiel die aufblasbare Badeplattform, sind natürlich nur als Extra-Ausstattung und gegen entsprechende Aufpreise erhältlich.

Dufour 32 im Präsentationsvideo

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