MesseHiswa-Premiere: Contest 42 CS

Alexander Worms

 · 04.09.2013

Messe: Hiswa-Premiere: Contest 42 CSFoto: Yacht/A. Worms

Die kleinste der niederländischen Edelwerft ist in Amsterdam erstmals live zu sehen. Die Vielseitige interessierte sogar den neuen König

„Er war hier am Stand und hat einen langen Blick auf die 42 geworfen", freut sich Frits Conijn, der zusammen mit Tochter Annick und Sohn Arjen die Geschicke der Werft steuert. Verständlich. Denn schließlich ist es den Schiffbauern aus Medemblik gelungen, das markante, schiere Design der größeren Mittelcockpityachten auf eine Version mit Steuerstand im Heck zu überführen. Aber warum nun auf einmal die Kommandozentrale ganz hinten? „Wir glauben, dass 45 Fuß die Untergrenze für ein Mittelcockpit sind. Werden die Schiffe kürzer, wirken sie gedrungen, oder es geht Höhe unter Deck verloren. Beides wollten wir nicht", so Conijn.

Eine der beiden Achterkabinen des Premierenschiffs
Foto: YACHT/A. Worms

Vielseitigkeit im Ausbau

Auch klar: Wenn die Boote kleiner werden, müssen die Stückzahlen höher sein, um rentabel zu bleiben. Das bedeutet für die 42 etwas weniger Semi Custom als etwa bei einer Contest 62, bei der unter Deck der Slogan "Anything goes" gilt. Dennoch bietet die Werft auch bei der "Kleinen", immerhin ein Schiff von knapp 13 Meter Länge und 11 Tonnen Gewicht, nicht weniger als 45 mögliche Layouts an – jeweils drei für Bug- und Hecksektion und fünf für den Salon, die alle miteinander kombinierbar sind.

Auch an Deck werden Alternativen geboten: Egal ob als Cruiser für lange Etappen mit kleiner Crew – dann mit einer zentralen Winsch zwischen den Steuerrädern – oder als Performance-Version mit langem Traveller und Extra-Winschen, das Schiff lässt sich auf den Eignerwunsch hin anpassen. In dieser Konsequenz sucht das Konzept seinesgleichen am Markt.

Hoher Standard, passender Preis

Natürlich wird auch die Contest 42 – typisch für die Werft – im Vakuuminjektionsverfahren mit Vinylesterharzen und hochwertigen E-Glas-Gelegen hergestellt. Das sorgt für Festigkeit und dauerhaften Schutz gegen Osmose. Um die vielseitigen Ausstattungsmöglichkeiten anbieten zu können, ist der Rumpf an sich so steif, dass die Einbauten keine zusätzliche Festigkeit erbringen müssen. Dadurch entstehen die erforderlichen Freiheitsgrade bei der Innenraumgestaltung. Weitere Punkte, die die Detailverliebtheit der niederländischen Werft belegen, werden im bald folgenden Test der YACHT zu lesen sein.

Klar, so ein Schiff ist preislich nicht vergleichbar mit dem, was die Großserie hervorbringt: Die ähnlich große Bavaria 41, die in Amsterdam ebenfalls Weltpremiere feiert, kostet gerade mal ein Drittel der Contest. Mit einem Einstiegspreis von rund 430.000 Euro liegt diese im Rahmen von Hallberg-Rassy 412 (vier Ausbauvarianten) oder XC-42 (zwei Ausbauvarianten). DIe Varianten von Interieur und Deck sowie weitere Info zur Contest 42 in der Übersicht gibt es hier.

Weitere Informationen rund um die Messe, die noch bis Sonntag, den 8. September geöffnet hat, stehen in Ausgabe 18/2013 der YACHT.

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