MesseBoot-Premieren VIII: Bavaria 51

Alexander Worms

 · 24.01.2014

Messe: boot-Premieren VIII: Bavaria 51Foto: YACHT/A. Worms

Die Cruiser 51 ist Bavarias zweitgrößte und für Eigner wie auch den Chartermarkt interessant – flexibel, von guter Qualität und günstig

Eine neue Bavaria. Beim Tempo, das die Giebelstädter Werft vorlegt, möchte man fast fragen: Schon wieder? Auf den zweiten Blick gelingt es den Bayern jedoch stets, Dinge besser zu machen. Wenngleich die YACHT der Vorgängerin im Test nahezu keine Schwächen attestierte, so ist die 51 Cruiser doch wieder ein Schritt nach vorn. Schon optisch. Der neue Decksaufbau lässt die Große gestreckt wirken. Okay, das ist bei fast 15 Meter Länge kaum eine Kunst. Doch auch die jetzt harmonischer in den Rumpfverlauf eingepassten Fenster tragen zur schlüssigeren Optik außen bei.

Innen schafft die 51 den Spagat zwischen dem neuerlich im Yachtbau so oft zu sehenden loftartigen Interieur und einem schiffigen Innenleben. Hell und leicht und zur gleichen Zeit holzig gemütlich. Das gefällt, ist allerdings, was Stoffe und Hölzer angeht, weitestgehend wählbar. Das Messeschiff steht also nur für eine von vielen Möglichkeiten.

Überhaupt der Innenraum: Große freie Flächen sorgen dafür, dass auch eine Zehner-Crew sich buchstäblich nicht auf den Füßen steht. Auf See, werden Puristen jetzt sagen, hat der Mensch so eine lange freie Wegbahn, bis er im Seegang irgendwo einschlägt. Dem begegnet man bei der Werft mit Handläufen am Kajütdach. Das ist übrigens satte 2,11 Meter über dem Salonboden.

Gemütlich: Der Salon der Bavaria ist riesig, die Sitzgelegenheiten üppig. Der Tisch lässt sich auf Gardemaß ausklappen
Foto: YACHT/S. Reineke

Auch im Cockpit kommt keine Platzangst auf – bequeme Duchten und ein großer Tisch gefallen. Apropos Fallen: Die gehen zusammen mit den Schoten nach achtern zum Steuermann. So kann der dort in Ruhe seiner Arbeit nachgehen und die Reisenden im Lounge-Cockpit bleiben ungestört. Die große, klappbare Badeplattform ist nicht nur beim Achteraus-Anlegen praktisch, sie verschließt auch das Cockpit in ausgefahrenem Zustand, sodass sich der Steuermann auch in raueren Bedingungen am Rad sicher fühlt.

Ab 257.516 Euro ist die Bavaria Cruiser 51 zu haben. Viel Schiff fürs Geld. Und zu sehen in Halle 16, Stand B 38.

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