In der Regel werden Yachten heute am Computer konstruiert, nur nicht bei der nördlich von Stockholm gelegenen Rosättra-Werft. Dort entstehen die Entwürfe noch traditionell anhand eines kleinen Modells. Erst wenn die Formen dem Werftsenior Mats Gustafsson gefallen, sägt er das Bötchen in Stücke, nimmt die Spanten ab und vergrößert alles, um einen Prototypen zu bauen.
Dieser wird anschließend von der Werftfamilie gesegelt und weiter optimiert. Wenn alles passt, werden Negativformen abgenommen, und die Serienproduktion kann beginnen. Nicht der schnellste Weg zu einem neuen Modell, aber ohne Frage ein individueller. Kein Wunder, dass dabei auch besondere Schiffe entstehen.
Das kleinste Modell der Werft konnten wir im Heimatrevier probesegeln. Der ausführliche Test erscheint in einer der nächsten Ausgaben.

Redakteur Test & Technik
Hauke Schmidt zog bereits im Opti-Alter an die Küste und wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf. Seit 2006 ist der Diplom Ozeanograf als Redakteur im Ressort Test & Technik tätig. Zu den Kernaufgaben gehören Ausrüstungs- und Bootstest, aber auch Praxisthemen rund um Elektronik, Seemannschaft und Refit. Als leidenschaftlicher Selbermacher verbringt er die Sommer am liebsten mit seiner Familie auf dem Wasser und die Winter mit Arbeiten am Boot.