Leopard 50Flybridge, Frontcockpit und fünf Kabinen

Michael Good

 · 12.09.2017

Leopard 50: Flybridge, Frontcockpit und fünf KabinenFoto: Leopard Catamarans
Leopard 50. Auf Wunsch mit noch mehr Platz außen auf zwei Etagen sowie mit absenkbare Badeplattform

Leopard Catamarans kündigt einen neuen 50-Fußer an. Maximales Volumen und großzügig gestaltete Außenbereiche kennzeichnen die Konstruktion

Die Pläne für den neuen Leopard 50 stammen wieder aus dem Hause Simonis/Voogd. Die Konstrukteure haben für Leopard Catamarans schon den neuen 45er gezeichnet (Test in YACHT 13/17) und damit die neue Generation innerhalb der Modellreihe eingeläutet. Jetzt folgt der größere Leopard 50 nach, als Nachfolger für den 48er, welcher 2013 als Neuheit vorgestellt worden ist (Test in YACHT 16/13). Die Kats von Leopard werden in Südafrika bei Robertson & Caine gebaut.

Die neuen Designs unterschieden sich von den bisherigen Konstruktionen durch noch mehr und größere Fenster, höhere Freiborde und einer generell deutlich kantigeren Optik. Mit dem neuen Leopard 50 vollzieht die Werft auch einige wesentliche Konzeptänderungen gegenüber dem Vorgängermodell. Insbesondere kann der Kunde jetzt wählen, ob er das Schiff mit einem Hardtop oder mit einem schönen Lounge-Bereich als Flybridge haben möchte. Im letzteren Fall wird oben auf dem soliden Bimini eine feste Sitzgruppe mit Tisch und zusätzlich einer Sonnenliege installiert; der Steuerstand jedoch bleibt in beiden Fällen seitlich erhöht. Bei der Flybridge-Version führt dann eine Treppe vom Steuercockpit hinaus auf die zweite Etage. Die Kats von Leopard sind bekannt für ihre Front-Cockpits, die direkt durch den Salon zugänglich sind. Das ist natürlich auch beim neuen Schiff der Fall.

Verlagssonderveröffentlichung
  Leopard 50. Standard-Ausführung mit HardtopFoto: Leopard Catamarans
Leopard 50. Standard-Ausführung mit Hardtop

Entscheidet sich der Käufer für die Flybridge, wird der Großbaum aus Sicherheitsgründen etwas höher angeschlagen als bei der Standard-Version ohne die Sitzgruppe oben. Zudem sind für beide Varianten verschiedene Segelpläne erhältlich. Die sportlichere Ausführung sieht ein größeres, stark ausgestelltes Großsegel vor. Die überlappende Genua bleibt in der Größe unverändert, eine Selbstwendefock ist nicht vorgesehen.

Spannend ist auch die Option auf eine absenkbare Badeplattform, auf der auch das Dingi gelagert und auf Knopfdruck mühelos gewassert werden kann. Dieses innovative Detail wurde vom Mitbewerber Fountaine Pajot auf dem neuen Saona 47 (Test in YACHT 10/17) vorgestellt. Leopard hat sich der guten Idee wohl bedient. Standard bleibt aber der für Leopard übliche Bügel, an dem das Beiboot fast ebenso einfach und unkompliziert aufgeholt und gestaut werden kann.

  Leopard 50. Ausbau mit füf Kabinen und fünf Nasszellen. Die quer eingebaute Eignerkabine ist durch einen separaten Zugang erreichbar Foto: Leopard Catamarans
Leopard 50. Ausbau mit füf Kabinen und fünf Nasszellen. Die quer eingebaute Eignerkabine ist durch einen separaten Zugang erreichbar 

Der Innenausbau wird in Varianten mit vier oder fünf Kabinen mit jeweils eigener Nasszelle und Duschoption angeboten. Interessant ist im Speziellen das Layout für die Eignerkabine vorn im Steuerbord-Rumpf mit einem separaten Zugang vom Salon aus. Die Doppelkoje im King-Size-Format ist hier quer eingebaut, was aber zu Lasten des Front-Cockpits geht, welches beim Leopard 50 damit kleiner ausfällt als bei dem 45er.

Die ersten Schiffe vom Typ Leopard 50 werden im Sommer 2018 in Europa erwartet. Premiere ist auf der Miami Boatshow im Februar 2018. Eine detaillierte Preisliste mit allen Optionen ist derzeit noch nicht erhältlich. Allerdings können die Werftvertreter schon mal eine erste Preiseinordnung nennen: 748.500 Euro soll der Leopard 50 in der Standardversion mit Hardtop kosten, inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Leopard 50. Standardausführung mit Hardtop
Foto: Leopard Catamarans

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