Jeanneau 64Neuer Luxuskreuzer von Jeanneau

Michael Good

 · 05.11.2013

Jeanneau 64: Neuer Luxuskreuzer von JeanneauFoto: Chantiers Jeanneau
Jeanneau 64
Mit der exklusiven Jeanneau-Linie sichern sich die Franzosen den Anschluss an die gehobene Luxusklasse. Jetzt kommt ein neues Flaggschiff
  Jeanneau 64Foto: Chantiers Jeanneau Jeanneau 64

Vom französischen Großserien-Hersteller Jeanneau kennt man insbesondere die Fahrtenyachten der typenreichen Sun-Odyssey-Linie mit oder ohne Deckssalon, aber auch das sportlichere Programm der Reihe Sun Fast. Seit 2009 unterhält Jeanneau jedoch zusätzlich ein kleineres, exklusiveres Angebot für das gehobene Luxus-Segment unter der schlichten Typenbezeichnung "Jeanneau". Mit der Jeanneau 57 (Test in YACHT 17/2009) wurde das Projekt angestoßen, eine Jeanneau 53 (Kurztest in YACHT 3/2010) folgte wenig später.

Im Fokus der neuen Linie: vornehme Größe, gehobene Standard-Ausstattung, konzeptionelle Eigenständigkeit und ein klares Bekenntnis zum Luxus. Entsprechend natürlich auch die Preisgestaltung: Die Yachten der Jeanneau-Reihe folgen nicht der günstigen Preisgestaltung von Sun Odyssey und Sun Fast.

Jetzt baut Jeanneau sein Luxus-Angebot noch weiter aus und präsentiert erste Pläne für ein neues Flaggschiff. Die Jeanneau 64 wurde wie ihre kleineren Schwestern von Konstrukteur Philippe Briand gezeichnet. Die optische Ausrichtung: Rumpf mit breitem Heck, ausgeprägte Chines, große Rumpffenster, aber nur ein Ruderblatt. Dazu erhält die größte jemals gebaute Jeanneau jetzt einen Targa-Bügel über dem Cockpit, ein Novum für die Werft. Der Bügel soll einerseits das Cockpit von der Großschot befreien, andererseits aber auch die Möglichkeit bieten, eine große und lange Sprayhood anzubauen.

Das Cockpit ist zweigeteilt. Achtern wird gesteuert und getrimmt, dazu sind alle Leinen, Strecker und Fallen konsequent nach hinten umgelenkt, alles unter Deck. Vorn im Cockpit genießen die Gäste die Fahrt und freuen sich über zahlreiche Möglichkeiten zum Sonnenbaden und Entspannen. Ein externer Kühlschrank und ein Plancha-Grill ergänzen das Relax-Angebot an Deck. Die große, klappbare Badeplattform öffnet den Zugang zu einer geräumigen Tender-Garage, wo ein kleines Schlauchboot mit Außenborder quer gestaut Platz finden kann. Im Standard wird die Jeanneau 64 mit einem Rollmast ausgestattet, dazu kommt eine kurz überlappende Genua. Als Alternativen dazu sind auch ein herkömmlicher Mast oder eine Selbstwendefock machbar.

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  Jeanneau 64Foto: Chantiers Jeanneau Jeanneau 64

Unter Deck bietet die Jeanneau 64 zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Ausgestaltung. Das enorme Volumen erlaubt eine ganze Reihe von verschiedenen Ausbau-Varianten. Großzügig angelegte Eignerkabinen mit jeweils eigenem Bad sind sowohl im Vorschiff als auch achtern möglich. Das stark wandelbare Interieur-Konzept der Jeanneau 64 erlaubt Layouts mit zwischen zwei bis sechs einzelnen Kabinen. Dazu kann der Kunde aus einer Vielzahl von Hölzern, Stoffen und Farben wählen. Für das Design des Interieurs vertraut Jeanneau erstmals auf die Künste des Briten Andrew Winch.

Den Preis für die Jeanneau 64 hat die Werft in Les Herbiers noch nicht bekanntgegeben. Der Prototyp ist jetzt im Bau, die Präsentation ist dann für das Frühjahr 2014 vorgesehen.

Jeanneau 64
Foto: Chantiers Jeanneau

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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