FahrtenyachtenExklusiv: Pogo 30 im großen YACHT-Test

Jochen Rieker

 · 16.06.2013

Exklusiv: Pogo 30 im großen YACHT-TestFoto: YACHT/P.Contin

Zwei Tage lang hatte die YACHT Zeit, das schnelle und leichte Boot in der Biskaya zu erproben. Eine Begegnung der besonderen Art

Es fällt schwer, die jüngste Pogo ohne Superlative zu charakterisieren. Sie hat Leistung im Überfluss – Segeltragezahl 5,5 (!), ein Wert, denn sonst nur Regattayachten erreichen. Sie wiegt eine Tonne (!) weniger als vergleichbare Boote aus Großserie. Und dank einer reduzierten Basisausstattung bleibt sie erfreulicher Weise im Listenpreis ab Werft knapp unter 100.000 Euro (!).

Wer sinnvolle, wenn auch nicht notwendige Extras wie den elektrohydraulisch aufholbaren Schwenkkiel ordert (geringster Tiefgang dann 1,05 Meter, abgefiert 2,50 Meter), den achtern unverstagten Carbon-Mast von Axxon, den ausfahrbaren Kohlefaser-Bugspriet und ein Satz hochwertiger Segel, dazu Navigations-Elektronik, landet allerdings leicht bei 130.000 Euro.

Das ist sehr viel Geld für ein Boot mit kaum mehr als 9 Meter Rumpflänge. Doch es ist gut angelegt. Denn bei Pogo bezahlt man fürs Weglassen.

Das zeigt sich in der geringen Verdrängung von nur 2,8 Tonnen sowie im sehr niedrigen Massenschwerpunkt. Deshalb ist das Boot so flink, deshalb braucht es keine unbezwingbaren Mengen an Segelfläche, um schnell zu sein. Die Qualität der GKF-Arbeiten jedenfalls ist über jeden Zweifel erhaben. Derart exakte Passungen und ebenmäßige Oberflächen an Rumpf, Kiel und Rudern findet man sonst kaum – allenfalls auf Racern.

Nur ein bisschen Verzicht muss man üben, weil der Ausbau zwar nicht gerade karg, aber eben doch reduziert im Vergleich zu üblichen Fahrtenbooten und Performance Cruisern wirkt. Aber es ist ein Verzicht, für den die Segeleigenschaften Meile für Meile entschädigen – gerade auch bei leichten bis mittleren Winden, wo die Pogo 30 ihresgleichen sucht.

Hier die kommentierte Bildergalerie mit zahlreichen Detailfotos. Den zehnseitigen Test finden Sie in YACHT 14, ab Mittwoch am Kiosk

Im Vorschiff gibt es keine Tür, nur eine Textilabdeckung - aber das passt gut zum Gesamtcharakter des schnellen BootsFoto: YACHT/P.Contin
Im Vorschiff gibt es keine Tür, nur eine Textilabdeckung - aber das passt gut zum Gesamtcharakter des schnellen Boots
Macht mächtig Druck: Fathead-Groß am optionalen Kohlefasermast, der achtern unverstagt bleibtFoto: YACHT/P.Contin
Macht mächtig Druck: Fathead-Groß am optionalen Kohlefasermast, der achtern unverstagt bleibt
Am Wind sind fast 7 Konten drin – bei im Mittel 12 Knoten Wind. Raumschots unter Gennaker gleitet die Pogo 30 dann schon anFoto: YACHT/P.Contin
Am Wind sind fast 7 Konten drin – bei im Mittel 12 Knoten Wind. Raumschots unter Gennaker gleitet die Pogo 30 dann schon an
Ankern im Seichten: wer den aufpreispflichtigen Schwenkkiel ordert, kann den Tiefgang auf 1,05 Meter reduzierenFoto: YACHT/P.Contin
Ankern im Seichten: wer den aufpreispflichtigen Schwenkkiel ordert, kann den Tiefgang auf 1,05 Meter reduzieren
Alt und neu: Vorgängerin der Pogo 30 war die 8.50. Der Vergleich zeigt, was sich in einem Jahrzehnt getan hat: komplett anderes Rigg, Rumpf, SegelplanFoto: YACHT/P.Contin
Alt und neu: Vorgängerin der Pogo 30 war die 8.50. Der Vergleich zeigt, was sich in einem Jahrzehnt getan hat: komplett anderes Rigg, Rumpf, Segelplan
Alle Fallen, Schoten und Strecker laufen am Niedergang zusammen. Es gibt aber auch Alternativen im Cockpit-LayoutFoto: YACHT/P.Contin
Alle Fallen, Schoten und Strecker laufen am Niedergang zusammen. Es gibt aber auch Alternativen im Cockpit-Layout
Fallhebelstopper und zwei Winschen fordern Gewöhnung. Man kann die Schotwinden aber auch aufs Süll schrauben lassenFoto: YACHT/P.Contin
Fallhebelstopper und zwei Winschen fordern Gewöhnung. Man kann die Schotwinden aber auch aufs Süll schrauben lassen
Zwei Pinnen, zwei Ruder – und zwei Sitzpositionen für den Steuermann: ganz achtern oder auf der BankFoto: YACHT/P.Contin
Zwei Pinnen, zwei Ruder – und zwei Sitzpositionen für den Steuermann: ganz achtern oder auf der Bank
Der Niedergang ist anders als bei Serienbooten üblich – er verläuft schräg nach unten, Wasser läuft sofort abFoto: YACHT/P.Contin
Der Niedergang ist anders als bei Serienbooten üblich – er verläuft schräg nach unten, Wasser läuft sofort ab
So sieht das Ganze geschlossen aus. Übrigens: Das Schiebeluk aus Schaumsandwich wiegt gerade mal ein Kilogramm!Foto: YACHT/P.Contin
So sieht das Ganze geschlossen aus. Übrigens: Das Schiebeluk aus Schaumsandwich wiegt gerade mal ein Kilogramm!
Rückenlehne aus Netzmaterial: bequem, leicht - aber nur gegen Aufpreis erhältlichFoto: YACHT/P.Contin
Rückenlehne aus Netzmaterial: bequem, leicht - aber nur gegen Aufpreis erhältlich
Schlau: die Positionslampen sind alle achtern angebaut – das hilft, Kabelwege zu verkürzen (Gewicht!) und reduziert die Blendwirkung für die Crew, wenn es gischtetFoto: YACHT/P.Contin
Schlau: die Positionslampen sind alle achtern angebaut – das hilft, Kabelwege zu verkürzen (Gewicht!) und reduziert die Blendwirkung für die Crew, wenn es gischtet
Performance meets Cruising: An Backbord der ausfahrbahre Carbon-Bugspriet, an Steuerbord der Ankerbeschlag Foto: YACHT/P.Contin
Performance meets Cruising: An Backbord der ausfahrbahre Carbon-Bugspriet, an Steuerbord der Ankerbeschlag 
Und einen Ankerkasten hat sie auch!Foto: YACHT/P.Contin
Und einen Ankerkasten hat sie auch!
Ganz achtern große Backskiste unterm Cockpitboden für Rettungsinsel und Fender – was da nicht reinpasst, muss in den TecnikraumFoto: YACHT/P.Contin
Ganz achtern große Backskiste unterm Cockpitboden für Rettungsinsel und Fender – was da nicht reinpasst, muss in den Tecnikraum
Licht & Sicht: Panoramascheibe vor dem AufbauFoto: YACHT/P.Contin
Licht & Sicht: Panoramascheibe vor dem Aufbau
Klasse: Wer innen mal verschnaufen, Navigation machen oder kochen will, kann durch die Scheibe voraus peilenFoto: YACHT/P.Contin
Klasse: Wer innen mal verschnaufen, Navigation machen oder kochen will, kann durch die Scheibe voraus peilen
Nochmal ne Eins: ultraleichter und bequemer Sitz an Back- und Steuerbord, darunter reichlich schnell erreichbarer StauraumFoto: YACHT/P.Contin
Nochmal ne Eins: ultraleichter und bequemer Sitz an Back- und Steuerbord, darunter reichlich schnell erreichbarer Stauraum
Voila: der Sitz mit Polster in der normalen PositionFoto: YACHT/P.Contin
Voila: der Sitz mit Polster in der normalen Position
WC und begehbare Backskiste in einem: das Klo steht frei im Raum, schlecht bei ruppiger SeeFoto: YACHT/P.Contin
WC und begehbare Backskiste in einem: das Klo steht frei im Raum, schlecht bei ruppiger See
Achtern des Motorkastens ist die Technik installiert – gut zu erreichen. Und auch hier sparen kurze Schlauch und Kabelwege unnötiges GewichtFoto: YACHT/P.Contin
Achtern des Motorkastens ist die Technik installiert – gut zu erreichen. Und auch hier sparen kurze Schlauch und Kabelwege unnötiges Gewicht
Sauber installiert, relativ leise: der Volvo-Penta-Diesel, der im Standard 12 PS hatFoto: YACHT/P.Contin
Sauber installiert, relativ leise: der Volvo-Penta-Diesel, der im Standard 12 PS hat
Kehrseite des Leichtbaus: weil die Pogo 30 keine Innenschalen hat, blickt man direkt auf Rumpf und Deck – und auf die Muttern der Beschlagsbolzen Foto: YACHT/P.Contin
Kehrseite des Leichtbaus: weil die Pogo 30 keine Innenschalen hat, blickt man direkt auf Rumpf und Deck – und auf die Muttern der Beschlagsbolzen 
Navigation – nicht überbordend groß, aber aureichendFoto: YACHT/P.Contin
Navigation – nicht überbordend groß, aber aureichend
Komfortabel: die Kojenmaße sind für einen 30-Füßer angemessen bis gut, nur Schränke sind Mangelware an Bord der PogoFoto: YACHT/P.Contin
Komfortabel: die Kojenmaße sind für einen 30-Füßer angemessen bis gut, nur Schränke sind Mangelware an Bord der Pogo
Aus dem enormen Längen/Breiten-Verhältnis von 2,5 zu 1 ergibt sich massig Raum unter Deck – zumal der Ausbau sehr leicht und luftig bleibtFoto: YACHT/P.Contin
Aus dem enormen Längen/Breiten-Verhältnis von 2,5 zu 1 ergibt sich massig Raum unter Deck – zumal der Ausbau sehr leicht und luftig bleibt
Kiel aufholen per Knopfdruck: wer die elektrohydraulische Option wählt, hat leichtes Spiel mit dem ca 1 Tonne schweren Ballastkörper...Foto: YACHT/P.Contin
Kiel aufholen per Knopfdruck: wer die elektrohydraulische Option wählt, hat leichtes Spiel mit dem ca 1 Tonne schweren Ballastkörper...
.... denn die Arbeit verrichtet diese Hydraulikarm, der sich im Korpus des Salontischs verstecktFoto: YACHT/P.Contin
.... denn die Arbeit verrichtet diese Hydraulikarm, der sich im Korpus des Salontischs versteckt
Naja: kein Hort, wo die Nouvelle Cuisine zu Hause ist. Wer den Sitz opfern will, kann aber auch einen Herd mit Backofen bekommenFoto: YACHT/P.Contin
Naja: kein Hort, wo die Nouvelle Cuisine zu Hause ist. Wer den Sitz opfern will, kann aber auch einen Herd mit Backofen bekommen
Im Vorschiff gibt es keine Tür, nur eine Textilabdeckung - aber das passt gut zum Gesamtcharakter des schnellen BootsFoto: YACHT/P.Contin
Im Vorschiff gibt es keine Tür, nur eine Textilabdeckung - aber das passt gut zum Gesamtcharakter des schnellen Boots
Macht mächtig Druck: Fathead-Groß am optionalen Kohlefasermast, der achtern unverstagt bleibtFoto: YACHT/P.Contin
Macht mächtig Druck: Fathead-Groß am optionalen Kohlefasermast, der achtern unverstagt bleibt
Macht mächtig Druck: Fathead-Groß am optionalen Kohlefasermast, der achtern unverstagt bleibt
Am Wind sind fast 7 Konten drin – bei im Mittel 12 Knoten Wind. Raumschots unter Gennaker gleitet die Pogo 30 dann schon an
Ankern im Seichten: wer den aufpreispflichtigen Schwenkkiel ordert, kann den Tiefgang auf 1,05 Meter reduzieren
Alt und neu: Vorgängerin der Pogo 30 war die 8.50. Der Vergleich zeigt, was sich in einem Jahrzehnt getan hat: komplett anderes Rigg, Rumpf, Segelplan
Alle Fallen, Schoten und Strecker laufen am Niedergang zusammen. Es gibt aber auch Alternativen im Cockpit-Layout
Fallhebelstopper und zwei Winschen fordern Gewöhnung. Man kann die Schotwinden aber auch aufs Süll schrauben lassen
Zwei Pinnen, zwei Ruder – und zwei Sitzpositionen für den Steuermann: ganz achtern oder auf der Bank
Der Niedergang ist anders als bei Serienbooten üblich – er verläuft schräg nach unten, Wasser läuft sofort ab
So sieht das Ganze geschlossen aus. Übrigens: Das Schiebeluk aus Schaumsandwich wiegt gerade mal ein Kilogramm!
Rückenlehne aus Netzmaterial: bequem, leicht - aber nur gegen Aufpreis erhältlich
Schlau: die Positionslampen sind alle achtern angebaut – das hilft, Kabelwege zu verkürzen (Gewicht!) und reduziert die Blendwirkung für die Crew, wenn es gischtet
Performance meets Cruising: An Backbord der ausfahrbahre Carbon-Bugspriet, an Steuerbord der Ankerbeschlag 
Und einen Ankerkasten hat sie auch!
Ganz achtern große Backskiste unterm Cockpitboden für Rettungsinsel und Fender – was da nicht reinpasst, muss in den Tecnikraum
Licht & Sicht: Panoramascheibe vor dem Aufbau
Klasse: Wer innen mal verschnaufen, Navigation machen oder kochen will, kann durch die Scheibe voraus peilen
Nochmal ne Eins: ultraleichter und bequemer Sitz an Back- und Steuerbord, darunter reichlich schnell erreichbarer Stauraum
Voila: der Sitz mit Polster in der normalen Position
WC und begehbare Backskiste in einem: das Klo steht frei im Raum, schlecht bei ruppiger See
Achtern des Motorkastens ist die Technik installiert – gut zu erreichen. Und auch hier sparen kurze Schlauch und Kabelwege unnötiges Gewicht
Sauber installiert, relativ leise: der Volvo-Penta-Diesel, der im Standard 12 PS hat
Kehrseite des Leichtbaus: weil die Pogo 30 keine Innenschalen hat, blickt man direkt auf Rumpf und Deck – und auf die Muttern der Beschlagsbolzen 
Navigation – nicht überbordend groß, aber aureichend
Komfortabel: die Kojenmaße sind für einen 30-Füßer angemessen bis gut, nur Schränke sind Mangelware an Bord der Pogo
Aus dem enormen Längen/Breiten-Verhältnis von 2,5 zu 1 ergibt sich massig Raum unter Deck – zumal der Ausbau sehr leicht und luftig bleibt
Kiel aufholen per Knopfdruck: wer die elektrohydraulische Option wählt, hat leichtes Spiel mit dem ca 1 Tonne schweren Ballastkörper...
.... denn die Arbeit verrichtet diese Hydraulikarm, der sich im Korpus des Salontischs versteckt
Naja: kein Hort, wo die Nouvelle Cuisine zu Hause ist. Wer den Sitz opfern will, kann aber auch einen Herd mit Backofen bekommen
Im Vorschiff gibt es keine Tür, nur eine Textilabdeckung - aber das passt gut zum Gesamtcharakter des schnellen Boots

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