Dehler 34Neuauflage des Kompakt-Performers

Fridtjof Gunkel

 · 09.10.2026

Die neue Version bleibt bei der dehlertypischen Silhouette.
Foto: Niklas Bredenbeck/Hanseyachts
Dehler 34 SQ
Mehr Tuch, überarbeitete Oberflächen, keine Pinne mehr. Hanseyachts hat die Dehler 34 überarbeitet. Kann ein zehn Jahre altes Schiff gegen modernere Konkurrenz bestehen?

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Das Judel/Vrolijk-Design von 2015 war das zweite Schiff der aktuellen Serie, es folgte auf die bis heute sehr gut verkaufte Dehler 38, die mittlerweile in der Version SQ unterwegs ist und die erste Dehler war, die bei Hanseyachts entstand. Das Kürzel steht für Speed & Quality, Eigenschaften, die Dehler auch ohne den Namenszusatz für sich und seine Produkte schon immer reklamierte. Die Neuauflage der 38 als SQ brachte dem Performance-Cruiser jedenfalls einen weiteren Schub und ließ ihn zum bestverkauften Boot seiner Kategorie und Größe werden. Das soll nun die Dehler 34 wiederholen.

Dehler in guter Gesellschaft

Mit einem längeren Mast und mehr Tuch soll das Potenzial gesteigert werden; nicht, dass die bisherige Dehler 34 langsam gewesen wäre (siehe Test: .Dehler 34 und Optima 106: Performance Cruiser und Nachfolgerin | YACHT). Mit einem APH (All Purpose Handicap) von 551 bis 556 Sekunden pro Seemeile konkurriert sie mit einer Xp 33, einer Elan E4, der Arcona 340 und der J/97 E. Aber das soll nun getoppt werden; eine Vermessung oder Testrechnung liegt jedoch noch nicht vor.

Weitere Neuerungen sind der Verzicht auf eine Pinnen-Option. Projektmanager Andy Unger: “Das hat niemand mehr bestellt, Pinne ist in der Größe einfach durch.” Anstelle dessen gibt es zwei 90er Räder, die recht weit außen sitzen und so guten Blick nach vorn zu den Windfäden ermöglichen.

Bewährtes Deckslayout

Das Deckslayout mit sechs Winschen bleibt erhalten. Fallen und Strecker laufen auf dem Kajütdach; das German-Mainsheet-System führt die Großschot zu beiden Seiten des Cockpits. Im Test ließ sich die Schotführung so umstellen, dass der Rudergänger Groß- und Genuaschot über die achteren Winschen bedienen konnte. Für kleine Crews ist das ein konkreter Vorteil. Ein Fathead-Großsegel mit fliegenden Achterstagen, wie es für die Dehler 38 SQ optional angeboten wird, ist für die 34 nicht vorgesehen, ebenfalls eine Frage der geringen Nachfrage. Dehler 34 und Optima 106: Performance Cruiser und Nachfolgerin | YACHT

Gelungene Zwei-Kabinen-Version

Unter Deck hat sich die Werft an moderne und teils gemusterte Polsterstoffe und frische Oberflächen gemacht. Das Hauptschott ist mit pflegeleichtem Kunstlederbezug beschichtet, was edel. Der Navigationstisch ist fixiert. Unter den Salonkojen gibt es gut erreichbare Schubladen. In der Zweikabinen-Version fällt das etwas zurückgesetzte Bad großzügig aus und stört den Innenraum kaum. In der Naßzelle ist die Dusche im WC-Raum untergebracht, das Waschbecken und Schränke sind in einem eigenen Bereich installiert, der sich von der Toilette abtrennen lässt.

Buchtipps

Segel- und Riggtrimm von Ivar Dedekam erklärt die Einstellung von Vorsegel, Großsegel und Gennaker. Illustrationen machen die Zusammenhänge zwischen Segelprofil und Trimm nachvollziehbar. (shop.delius-klasing.de)

Trimmen zum Gewinnen von Ian Pinnell setzt den Schwerpunkt auf sportliches Bootstuning. Das Buch behandelt Grundeinstellungen, Trimmeinrichtungen und die Anpassung des Segelprofils an unterschiedliche Windstärken. Der Titel ist als E-Book erhältlich. (shop.delius-klasing.de


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Fridtjof Gunkel

Fridtjof Gunkel

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Fridtjof Gunkel, geboren auf Helgoland, startete dort seine Segelkarriere im Opti und stieg schnell auf Kielboote um. Admiral’s Cup, Weltmeisterschaften und weitere internationale Regatten sowie eine Teilnahme im Whitbread Round the World Race Race waren seine prägenden seglerischen Stationen, ebenso wie ausgedehnte Fahrtentörns in Europa und Übersee. Bei der YACHT ist er bereits seit 1985. Er segelt privat einen Performance/Cruiser mit Liegeplatz an der Ostseeküste, seine Lieblingsreviere sind die schwedischen Schären und die Bretagne.

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