Dehler 32Performance Cruiser jetzt auch mit Rad

Jochen Rieker

 · 20.02.2011

Dehler 32: Performance Cruiser jetzt auch mit RadFoto: Werftfoto
Die Steuerungstechnik kommt von Jefa und wird auch in der Dehler 35 verbaut. Der Traveller liegt jetzt vor der Säule.
Eigentlich war die 10-Meter-Yacht nur mit Pinne konzipiert. Doch die Werft in Freienohl reagierte auf vielfachen Kundenwunsch

Ihren ersten öffentlichen Auftritt feierte die Dehler 32 mit Radsteuerung auf der Bootsausstellung in Göteborg – und heirzulande am Wochenende beim Tag der offenen Tür von Schwern Yachten in Wedel. Die neue Version scheint anzukommen. "Wir haben gleich die erste verkauft", sagt Händler Jürgen Schwern.

Obwohl Dehler den Performance Cruiser mit achtern liegendem Traveller ausschließlich für Pinnensteuerung ausgelegt hatte, ist die Lösung mit Rad durchaus sinnvoll. Sie kostet zwar 2800 Euro Aufpreis, behebt aber nebenbei das in Tests immer wieder bemängelte Problem des hohen Ruderdrucks an der Pinne, der sich nie ganz wegtrimmen ließ.

  Bei der Version mit Pinne lag der Traveller ganz achtern und nicht so gut zur Hand. Auch störte teils hoher Ruderdruck.Foto: Werftfoto Bei der Version mit Pinne lag der Traveller ganz achtern und nicht so gut zur Hand. Auch störte teils hoher Ruderdruck.

Auch gefällt die Ausführung. Die Jefa-Säule stammt von der größeren Schwester, der Dehler 35. Das mit 130 Millimeter Durchmesser ausreichend große Rad baut nicht zu hoch im Cockpit auf; es ist mittels eines Brunnens leicht versenkt eingebaut. Das ursprünglich mittig angreifende Achterstag läuft jetzt über eine hohe Hahnepot auf die Seiten. Der Traveller wanderte vor die Steuersäule und reicht quer über die Sitzbänke, wo er sogar besser bedienbar ist als in der Pinnenversion.

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Ausschlaggebend für das neue Extra der Dehler 32 war der Wunsch potenzieller Eigner, so Jürgen Schwern. "Viele, die mit dem Boot geliebäugelt haben, wollten einfach ein Rad."

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Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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