Das besondere BootWo wenig Leistung auf geringen Komfort trifft

Fridtjof Gunkel

 · 04.03.2022

Das besondere Boot: Wo wenig Leistung auf geringen Komfort trifftFoto: YACHT/P. Hympendahl

Der deutsche Cupper "New Yorker" wurde zum Fahrtenboot umgebaut. Was macht die Faszination eines Bootes aus, das in den achtziger Jahre State of the art war? Das Bootsporträt im PDF-Download

Ein riesiges Cockpit ohne Duchten, viele Winschen und Trimmelemente, ein filigran wirkendes Rigg mit neutral strehenden Salingen und doppelten Backstagen, schmales Heck, Pinnensteuerung. Unter Deck ein gepflegtes Beinahe-Nichts, nachträglich aufgemotzt. Keine Frage, das ist eine typische Vertreterin aus den goldenen Jahren der International Offshore Rule, jener Yachten, die um den Admiral's Cup kämpften, die weiland inoffizielle Weltmeisterschaft der Hochseesegler. Es handelt sich um Tilmar Hansens ehemalige "New Yorker", 88 in den Schütz-Werken im Westerwald aus Carbon-Waben-Sandwich gebaut und bei Knierim in Kiel fertiggestellt.

Im zweiten Leben ist der sogenannte Eintonner leicht modifiziert als "Tolenza" unterwegs. Und demonstriert beim Probeschlag eindrucksvoll gleich zwei Dinge: 1. Die Entwicklung ist weitergegangen, 2. und dies in die richtige Richtung. Alte IOR-Boote segeln sich zickig und absolut gesehen noch nicht einmal wirklich schnell, der Mast ist in jeder Starkwindhalse bei Falschbedienung der Backstagen gefährdet, und der flache Rumpf mit dem schmalen Heck bietet nur wenig Wohn- und Stauraum. Aber die Boote faszinieren gerade wegen ihrer Kompliziertheit und ihrer Geschichte. Obendrein sind sie günstig zu haben.

Die Geschichte des IOR-Eintonners "New Yorker" und warum heute jeder gute Performance-Cruiser mehr taugt, lesen Sie in der YACHT, Ausgabe 4, die Sie hier direkt bestellen oder als digitales Magazin herunterladen können. Oder Sie laden sich das Porträt direkt über den Link unten herunter.

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