Die italienische Werft Solaris Yachts präsentiert die CNB 68 als direkte Nachfolgerin der CNB 66. Das neue Modell kommt mit zwei VIP-Kabinen statt einer. Es behält die offene Pantry bei und vergrößert die Gäste- und Eignerkabinen. Die Gesamtlänge beträgt 22,22 Meter inklusive Bugspriet und Heckklappe, die reine Rumpflänge liegt bei 20,66 Metern.
Philippe Briand fügt dem Rumpf weitere Chines im oberen Teil des Rumpfes hinzu. Diese Änderung verspricht nach Herstellerangaben mehr Effizienz und Seetüchtigkeit. Gleichzeitig wächst der Wohnraum unter Deck. Der Aufbau übernimmt die neue Formensprache der CNB 62. Briand streckt die Linien für eine Balance zwischen Schutz und Sportlichkeit. Käufer wählen zwischen drei Rigg-Varianten. Das Standard-Aluminiumrigg bietet ein Großsegel mit 132 Quadratmetern, eine Rollgenua mit 111 Quadratmetern, eine Fock mit 91 Quadratmetern und eine Stagsegel mit 53 Quadratmetern. Der asymmetrische Spinnaker misst 352 Quadratmeter. Die Masthöhe erreicht 30,8 Meter. Das Performance-Carbon-Rigg vergrößert das Großsegel auf 141 Quadratmeter, die Genua auf 116 Quadratmeter und die Fock auf 96 Quadratmeter. Der Spinnaker wächst auf 371 Quadratmeter, die Masthöhe auf 32,4 Meter.
Die CNB 68 bietet nun zwei vollwertige VIP-Kabinen. Dazu kommen eine Eignerkabine, eine Crewkabine und ein Hauswirtschaftsraum. Diese Aufteilung unterscheidet das Boot von vergleichbaren Yachten dieser Größe. Die Eignersuite liegt im vorderen Bereich. Die beiden VIP-Kabinen befinden sich mittschiffs. Die Crewkabine sitzt achtern mit separatem Zugang. Der Hauswirtschaftsraum liegt neben der Crewkabine. Die offene Pantry bleibt ein zentrales Element. Sie verbindet Salon und Essbereich ohne Trennwände. Der Essbereich bietet Platz für sechs bis acht Personen. Große Fenster bringen Tageslicht in den Salon.Alle Kabinen haben eigene Nasszellen.
Jean-Marc Piaton setzt auf hellere Töne und zeitgemäße Formen, behält aber die CNB-DNA bei und fügt frische Akzente hinzu. Weiße Polster kontrastieren mit dunklen Akzenten. Die Beleuchtung nutzt LED-Technik für indirektes Licht. Schränke und Stauräume integrieren sich nahtlos in die Wände. Die Eignersuite bietet ein Doppelbett, Kleiderschränke und ein großes Bad. Die VIP-Kabinen haben jeweils Doppelbetten und eigene Bäder.
Das Deck folgt dem offenen Konzept der CNB 66. Das Cockpit bietet zwei Steuerstände. Alle Leinen laufen zurück zu den Steuerpositionen. Das ermöglicht Einhand- oder Crew-Betrieb. Die Badeplattform klappt hydraulisch aus. Sie erleichtert den Zugang zum Wasser und zum Beiboot. Das Vordeck bleibt frei von Hindernissen.
Die CNB 68 nutzt Erfahrungen aus der CNB 62 und CNB 78. Die zweite Kimm soll die Stabilität erhöhen und den Formwiderstand senken. Das Carbon-Rigg reduziert das Gewicht in der Höhe. Die verschiedenen Kieloptionen passen das Boot an unterschiedliche Reviere an. Der flache Kiel eignet sich für Küstengewässer und Ankerplätze. Der tiefe Kiel bringt Vorteile beim Kreuzen und in schwerem Wetter. Das Standard-Rigg eignet sich für Langfahrten mit Crew. Das Performance-Rigg richtet sich an sportliche Segler.
Die elektrische Anlage arbeitet mit 24 Volt. Ein Generator liefert Strom für längere Aufenthalte ohne Landanschluss. Die Klimaanlage kühlt oder heizt alle Kabinen. Ein Watermaker produziert Frischwasser aus Meerwasser. Die Navigation nutzt moderne Elektronik mit Touchscreens. Autopilot und Kartenplotter gehören zur Standardausstattung. Die Winschenanlage kommt von Harken oder Lewmar. Hydraulische Zylinder unterstützen schwere Arbeiten. Die Ankerwinde arbeitet elektrisch mit Fernbedienung. Ein Bugstrahlruder erleichtert Hafenmanöver. Der Motor leistet zwischen 150 und 200 PS je nach Wahl.

Stellvertretender Chefredakteur YACHT