Centurion 40sAus dem Schönheitsschlaf geweckt

Michael Good

 · 12.10.2011

Centurion 40s: Aus dem Schönheitsschlaf gewecktFoto: Wauquiez
Offenes Heck, doppelte Steuerräder und Rumpffenster: das neue Erscheinungsbild der Centurion 40s
Wauquiez lässt seine sportliche Centurion-Linie wieder auferstehen. Die Neuauflage der Centurion 40s bringt zahlreiche Neuerungen

Nach der Übernahme durch die Groupe Experton-Revollier im Januar 2011 will der französische Hersteller Wauquiez jetzt mit einer engagierten Programmpflege durchstarten. Überraschend nimmt sich die Werft dabei nun auch wieder des einst eingestellten Centurion-Programms an und präsentiert nun eine Komplett-Überarbeitung der Centurion 40s. Typen um 45 und 50 Fuß Länge sollen folgen.

Das neue Boot hat jetzt ein offenes Cockpit mit abnehmbarer Heckbank sowie doppelten Steuerrädern. Auch wurden das Süllbord anders gestaltet und die Winschen umplatziert. So kann die Großschot nach dem German Cupper System jetzt auch von Rudergänger bedient werden.

Die große Genua vom Vorgängermodell ist einem Vorsegel mit kurzer Überlappung gewichen. Damit sind die Schotzüge kürzer, und das Handling wird deutlich einfacher. Dafür ist der Mast beim neuen Schiff höher.

  Luftiger, heller, moderner: Auch innen hat die Centurion 40s ein umfassendes Refit erhaltenFoto: Wauquiez Luftiger, heller, moderner: Auch innen hat die Centurion 40s ein umfassendes Refit erhalten

Viel gearbeitet wurde auch innen. Das Interieur ist luftiger und deutlich moderner geworden. Das generelle Layout als Eignerversion mit zwei Kabinen bleibt im Vergleich zum Vorgängermodell unverändert, aber es gibt jetzt Ausbaualternativen mit einem zweiten Bad.

Die Centurion 40s ist als GFK-Sandwich-Konstruktion mit Balsaholzkern gebaut. Osmosebeständiges Vinylesterharz wird für die äußeren Schichten aufgelegt, der Rumpf sowie das Deck werden im Infusions-Verfahren ausgehärtet. Händler Pines Pontoppidan von Diamond Yachts in Laboe beziffert den Preis auf 296.310 Euro.

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Die technischen Daten:
Rumpflänge: 12,50 m
Breite: 3,85 m
Tiefgang/-alternativ: 2,30/1,85 m
Gewicht: ca. 8,6 t
Ballast/-anteil: 2,8 t / 32,5 %
Motorisierung: Volvo Penta D2-55 / Saildrive
Großsegel: 50 qm
Genua: 45 qm

Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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