FahrtenyachtenBootstest: Bavaria C45: die neue Fahrtenyacht aus Deutschland

Lars Bolle

, Jochen Rieker

 · 25.09.2018

Bootstest: Bavaria C45: die neue Fahrtenyacht aus DeutschlandFoto: YACHT/N. Günter

Der Hoffnungsträger, mit dem die Werft in Giebelstadt neue Käuferschichten erschließen will. Der Test im PDF-Download

  Risszeichnung der Bavaria C45Foto: YACHT/N. Campe
Risszeichnung der Bavaria C45

Es war eine Zitterpartie. Doch Bavaria ist verkauft – und gerettet. Künftig wird ein Investitionsfonds unter der Leitung der Berliner Restrukturierungsexperten Capital Management Partners (CMP) die angeschlagene Werft übernehmen, die Ende April Insolvenz anmelden musste. Auch der Tochterbetrieb Bavaria Catamarans ist Teil der Akquisition. Damit ist die Zukunft der Marke und der insgesamt 800 Mitarbeiter gesichert.

Wir testeten die neue Bavaria C45 – mit der C-Linie will Bavaria neben dem Chartermarkt mehr Privateigner erreichen. Das Konzept mit vielen Varianten und Individualisierungsmöglichkeiten ist aufwändig – zu aufwändig?

Ein interessantes Boot ist die C45 allemal, wie in der YACHT, Heft 19/2018 nachzulesen ist. Das Heft ist im DK-Shop erhältlich, oder Sie laden sich den Test direkt über den Link unten herunter.

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Die große Plattform lässt elektrisch bedienen. Die Dingi-Garage gibt es ab der Style-VersionFoto: YACHT/Nils Günter
Die große Plattform lässt elektrisch bedienen. Die Dingi-Garage gibt es ab der Style-Version
Außengrill und -spüle sind in die Achterbank integrierbar...Foto: YACHT/Nils Günter
Außengrill und -spüle sind in die Achterbank integrierbar...
...genauso wie ein KühlfachFoto: YACHT/Nils Günter
...genauso wie ein Kühlfach
Alle Fallen, Strecker und Schoten sind zum Steuerstand umgelenkt ...Foto: YACHT/Nils Günter
Alle Fallen, Strecker und Schoten sind zum Steuerstand umgelenkt ...
...so lässt sich das Boot komplett einhand bedienenFoto: YACHT/Nils Günter
...so lässt sich das Boot komplett einhand bedienen
Allerdings gibt es oft Leinensalat rund um die Steuerstände...Foto: YACHT/Nils Günter
Allerdings gibt es oft Leinensalat rund um die Steuerstände...
...da helfen auch die optionalen Staufächer wenig, sie sorgen nur im Hafen für OrdnungFoto: YACHT/Nils Günter
...da helfen auch die optionalen Staufächer wenig, sie sorgen nur im Hafen für Ordnung
Von achtern wirkt das Boot wegen des hohen geschlossenen Spiegels und der großen Breite sehr wuchtigFoto: YACHT/Nils Günter
Von achtern wirkt das Boot wegen des hohen geschlossenen Spiegels und der großen Breite sehr wuchtig
Die Großschot ist doppelt geführt, so kann der Baum problemlos bis zur Mitte oder darüber hinaus gezogen werden. Bei weitem Fieren des Großsegels muss allerdings auch die Leeschot mitgefiert werdenFoto: YACHT/Nils Günter
Die Großschot ist doppelt geführt, so kann der Baum problemlos bis zur Mitte oder darüber hinaus gezogen werden. Bei weitem Fieren des Großsegels muss allerdings auch die Leeschot mitgefiert werden
Raumschots zeigte die C45 sehr gute Segelleistungen, was für ein gelungenes Rumpfdesign sprichtFoto: YACHT/Nils Günter
Raumschots zeigte die C45 sehr gute Segelleistungen, was für ein gelungenes Rumpfdesign spricht
Am Wind konnte sie nicht den Erwartungen gerecht werden, was jedoch auch den schlecht stehen Rollsegeln, Groß sowie Selbstwendefock, geschuldet warFoto: YACHT/Nils Günter
Am Wind konnte sie nicht den Erwartungen gerecht werden, was jedoch auch den schlecht stehen Rollsegeln, Groß sowie Selbstwendefock, geschuldet war
Die Rollanlage unter Deck gibt es ab der Style-VersionFoto: YACHT/Nils Günter
Die Rollanlage unter Deck gibt es ab der Style-Version
Die unter Deck montierte Rollanlage...Foto: YACHT/Nils Günter
Die unter Deck montierte Rollanlage...
...sowie der Ankerkasten sind über ein Extra-Luk von der riesigen Segellast im Vorschiff aus zugänglichFoto: YACHT/Nils Günter
...sowie der Ankerkasten sind über ein Extra-Luk von der riesigen Segellast im Vorschiff aus zugänglich
Der Cockpittisch ist zweigeteilt, so bleibt der Durchgang zum Niedergang frei. Außerdem bietet diese Ausführung sehr guten Halt, wenn das Boot mit Lage gesegelt wirdFoto: YACHT/Nils Günter
Der Cockpittisch ist zweigeteilt, so bleibt der Durchgang zum Niedergang frei. Außerdem bietet diese Ausführung sehr guten Halt, wenn das Boot mit Lage gesegelt wird
Aufgeklappt ergibt sich eine riesige Lunch-TafelFoto: YACHT/Nils Günter
Aufgeklappt ergibt sich eine riesige Lunch-Tafel
Die Außenflächen des Cockpittischs lassen sich zur Verbreiterung der Bänke absenken, so ergeben sich zwei rund 1,80 Meter lange Liegeflächen, die in der Hochsaison im Mittelmeer zu den begehrtesten Übernachtungsplätzen zählen dürftenFoto: YACHT/Nils Günter
Die Außenflächen des Cockpittischs lassen sich zur Verbreiterung der Bänke absenken, so ergeben sich zwei rund 1,80 Meter lange Liegeflächen, die in der Hochsaison im Mittelmeer zu den begehrtesten Übernachtungsplätzen zählen dürften
Liegeflächen für die Lunchpause oder für die Nacht gibt es auch auf dem fast plan gehaltenen Kajütaufbau mit Flush-Luken sowie auf dem VorschiffFoto: YACHT/Nils Günter
Liegeflächen für die Lunchpause oder für die Nacht gibt es auch auf dem fast plan gehaltenen Kajütaufbau mit Flush-Luken sowie auf dem Vorschiff
Rund um den Mastfuß sowie im Graben der Travellerschiene der Selbstwendefock sammelte sich Wasser, konnte nicht ablaufen. Das führt zu hässlichen Sicken, erhöht wegen der vielen Bohrungen in diesem Bereich aber vor allem die Gefahr von LeckagenFoto: YACHT/Nils Günter
Rund um den Mastfuß sowie im Graben der Travellerschiene der Selbstwendefock sammelte sich Wasser, konnte nicht ablaufen. Das führt zu hässlichen Sicken, erhöht wegen der vielen Bohrungen in diesem Bereich aber vor allem die Gefahr von Leckagen
Vor dem Niedergang ist ein großer Stauraum für die Rettungsinsel vorgesehen, der Niedergang selbst lässt sich per versenkbarem, zweigeteiltem Schott verschließenFoto: YACHT/Nils Günter
Vor dem Niedergang ist ein großer Stauraum für die Rettungsinsel vorgesehen, der Niedergang selbst lässt sich per versenkbarem, zweigeteiltem Schott verschließen
Unter Deck sind die Formen sehr klar, eckig, studiomäßig gehalten. Für die Gestaltung der Holzoberflächen gibt es verschiedene OptionenFoto: YACHT/Nils Günter
Unter Deck sind die Formen sehr klar, eckig, studiomäßig gehalten. Für die Gestaltung der Holzoberflächen gibt es verschiedene Optionen
Die Crewmitglieder achtern teilen sich ein Bad mit abgetrennter Dusche...Foto: YACHT/Nils Günter
Die Crewmitglieder achtern teilen sich ein Bad mit abgetrennter Dusche...
...sowie, in dieser Ausführung, einem Pumpklo, das jedoch sehr bequem istFoto: YACHT/Nils Günter
...sowie, in dieser Ausführung, einem Pumpklo, das jedoch sehr bequem ist
Die Vorschiffskoje ist klar als Eignerbereich ausgelegt, mit riesiger Stehfläche, separatem WC mit Elektro-Klo und separater Dusche. Das Vorschiff lässt sich aber auch längs teilen und ergibt dann zwei, jedoch enge, Doppelkojen mit jeweils einem KloFoto: YACHT/Nils Günter
Die Vorschiffskoje ist klar als Eignerbereich ausgelegt, mit riesiger Stehfläche, separatem WC mit Elektro-Klo und separater Dusche. Das Vorschiff lässt sich aber auch längs teilen und ergibt dann zwei, jedoch enge, Doppelkojen mit jeweils einem Klo
Das Eigner-WCFoto: YACHT/Nils Günter
Das Eigner-WC
Die Eigner-DuscheFoto: YACHT/Nils Günter
Die Eigner-Dusche
Der Navigationsplatz ist in der Fläche auf das Nötigste reduziert, die gesamte Schiffs-Elektrik und -Elektronik sowie die Tankanzeigen lassen sich über ein einziges Kombiinstrument von B&G bedienen Foto: YACHT/Nils Günter
Der Navigationsplatz ist in der Fläche auf das Nötigste reduziert, die gesamte Schiffs-Elektrik und -Elektronik sowie die Tankanzeigen lassen sich über ein einziges Kombiinstrument von B&G bedienen 
Die Pantry bietet neben fast zwei Meter Stehhöhe auch ausreichend Abstell- und Arbeitsflächen sowie bis zu drei Kühlschränke. Allerdings nur ein sehr kleines SeitenlukFoto: YACHT/Nils Günter
Die Pantry bietet neben fast zwei Meter Stehhöhe auch ausreichend Abstell- und Arbeitsflächen sowie bis zu drei Kühlschränke. Allerdings nur ein sehr kleines Seitenluk
Im Salon finden sechs Crewmitglieder auf dem U-Sofa massig Platz, zwei zusätzliche auf dem Zweier an Steuerbord. Zusammengerückt lässt sich sogar eine größere Runde unterbringenFoto: YACHT/Nils Günter
Im Salon finden sechs Crewmitglieder auf dem U-Sofa massig Platz, zwei zusätzliche auf dem Zweier an Steuerbord. Zusammengerückt lässt sich sogar eine größere Runde unterbringen
Der Salontisch ist mittels Gasdruckfedern absenkbar und wird nach dem Einlegen zusätzlicher Polster zu einer einladenden Liege- und Spielwiese – oder schlicht zur DoppelkojeFoto: YACHT/Nils Günter
Der Salontisch ist mittels Gasdruckfedern absenkbar und wird nach dem Einlegen zusätzlicher Polster zu einer einladenden Liege- und Spielwiese – oder schlicht zur Doppelkoje
Clever: Die Einlegebretter unter Polstern lassen sich mittels Verschieben arretierenFoto: YACHT/Nils Günter
Clever: Die Einlegebretter unter Polstern lassen sich mittels Verschieben arretieren
Hinter den seitlichen Ablagen sind die stark ausgeführten Spanten und Stringer erkennbar, die bis auf Deckshöhe gezogen sind und dem Rumpf enorme Steifigkeit verleihen. Die erforderliche Verkleidung geht zu Lasten des Innenraumvolumens, was sich jedoch nicht negativ bemerkbar macht Foto: YACHT/Nils Günter
Hinter den seitlichen Ablagen sind die stark ausgeführten Spanten und Stringer erkennbar, die bis auf Deckshöhe gezogen sind und dem Rumpf enorme Steifigkeit verleihen. Die erforderliche Verkleidung geht zu Lasten des Innenraumvolumens, was sich jedoch nicht negativ bemerkbar macht 
Der Kiel ist mit großen, abgerundeten und entgrateten Gegenplatten sowie gekonterten und markierten Muttern gesichert. Die Gegenplatten sitzen in einem satten Kleberbett und haben ausreichend Abstand zum Winkellaminat – das wirkt solideFoto: YACHT/Nils Günter
Der Kiel ist mit großen, abgerundeten und entgrateten Gegenplatten sowie gekonterten und markierten Muttern gesichert. Die Gegenplatten sitzen in einem satten Kleberbett und haben ausreichend Abstand zum Winkellaminat – das wirkt solide
Kleinere Unsauberkeiten, wie hier die Durchführung in der Segellast, waren an einigen Stellen zu entdecken. Diese sind aber vermutlich zum Teil durch die hastigen Auslieferung auf Drängen des Händlers begründetFoto: YACHT/Nils Günter
Kleinere Unsauberkeiten, wie hier die Durchführung in der Segellast, waren an einigen Stellen zu entdecken. Diese sind aber vermutlich zum Teil durch die hastigen Auslieferung auf Drängen des Händlers begründet
Bild 35
Die große Plattform lässt elektrisch bedienen. Die Dingi-Garage gibt es ab der Style-VersionFoto: YACHT/Nils Günter
Die große Plattform lässt elektrisch bedienen. Die Dingi-Garage gibt es ab der Style-Version
Die große Plattform lässt elektrisch bedienen. Die Dingi-Garage gibt es ab der Style-Version
Außengrill und -spüle sind in die Achterbank integrierbar...
...genauso wie ein Kühlfach
Alle Fallen, Strecker und Schoten sind zum Steuerstand umgelenkt ...
...so lässt sich das Boot komplett einhand bedienen
Allerdings gibt es oft Leinensalat rund um die Steuerstände...
...da helfen auch die optionalen Staufächer wenig, sie sorgen nur im Hafen für Ordnung
Von achtern wirkt das Boot wegen des hohen geschlossenen Spiegels und der großen Breite sehr wuchtig
Die Großschot ist doppelt geführt, so kann der Baum problemlos bis zur Mitte oder darüber hinaus gezogen werden. Bei weitem Fieren des Großsegels muss allerdings auch die Leeschot mitgefiert werden
Raumschots zeigte die C45 sehr gute Segelleistungen, was für ein gelungenes Rumpfdesign spricht
Am Wind konnte sie nicht den Erwartungen gerecht werden, was jedoch auch den schlecht stehen Rollsegeln, Groß sowie Selbstwendefock, geschuldet war
Die Rollanlage unter Deck gibt es ab der Style-Version
Die unter Deck montierte Rollanlage...
...sowie der Ankerkasten sind über ein Extra-Luk von der riesigen Segellast im Vorschiff aus zugänglich
Der Cockpittisch ist zweigeteilt, so bleibt der Durchgang zum Niedergang frei. Außerdem bietet diese Ausführung sehr guten Halt, wenn das Boot mit Lage gesegelt wird
Aufgeklappt ergibt sich eine riesige Lunch-Tafel
Die Außenflächen des Cockpittischs lassen sich zur Verbreiterung der Bänke absenken, so ergeben sich zwei rund 1,80 Meter lange Liegeflächen, die in der Hochsaison im Mittelmeer zu den begehrtesten Übernachtungsplätzen zählen dürften
Liegeflächen für die Lunchpause oder für die Nacht gibt es auch auf dem fast plan gehaltenen Kajütaufbau mit Flush-Luken sowie auf dem Vorschiff
Rund um den Mastfuß sowie im Graben der Travellerschiene der Selbstwendefock sammelte sich Wasser, konnte nicht ablaufen. Das führt zu hässlichen Sicken, erhöht wegen der vielen Bohrungen in diesem Bereich aber vor allem die Gefahr von Leckagen
Vor dem Niedergang ist ein großer Stauraum für die Rettungsinsel vorgesehen, der Niedergang selbst lässt sich per versenkbarem, zweigeteiltem Schott verschließen
Unter Deck sind die Formen sehr klar, eckig, studiomäßig gehalten. Für die Gestaltung der Holzoberflächen gibt es verschiedene Optionen
Die Crewmitglieder achtern teilen sich ein Bad mit abgetrennter Dusche...
...sowie, in dieser Ausführung, einem Pumpklo, das jedoch sehr bequem ist
Die Vorschiffskoje ist klar als Eignerbereich ausgelegt, mit riesiger Stehfläche, separatem WC mit Elektro-Klo und separater Dusche. Das Vorschiff lässt sich aber auch längs teilen und ergibt dann zwei, jedoch enge, Doppelkojen mit jeweils einem Klo
Das Eigner-WC
Die Eigner-Dusche
Der Navigationsplatz ist in der Fläche auf das Nötigste reduziert, die gesamte Schiffs-Elektrik und -Elektronik sowie die Tankanzeigen lassen sich über ein einziges Kombiinstrument von B&G bedienen 
Die Pantry bietet neben fast zwei Meter Stehhöhe auch ausreichend Abstell- und Arbeitsflächen sowie bis zu drei Kühlschränke. Allerdings nur ein sehr kleines Seitenluk
Im Salon finden sechs Crewmitglieder auf dem U-Sofa massig Platz, zwei zusätzliche auf dem Zweier an Steuerbord. Zusammengerückt lässt sich sogar eine größere Runde unterbringen
Der Salontisch ist mittels Gasdruckfedern absenkbar und wird nach dem Einlegen zusätzlicher Polster zu einer einladenden Liege- und Spielwiese – oder schlicht zur Doppelkoje
Clever: Die Einlegebretter unter Polstern lassen sich mittels Verschieben arretieren
Hinter den seitlichen Ablagen sind die stark ausgeführten Spanten und Stringer erkennbar, die bis auf Deckshöhe gezogen sind und dem Rumpf enorme Steifigkeit verleihen. Die erforderliche Verkleidung geht zu Lasten des Innenraumvolumens, was sich jedoch nicht negativ bemerkbar macht 
Der Kiel ist mit großen, abgerundeten und entgrateten Gegenplatten sowie gekonterten und markierten Muttern gesichert. Die Gegenplatten sitzen in einem satten Kleberbett und haben ausreichend Abstand zum Winkellaminat – das wirkt solide
Kleinere Unsauberkeiten, wie hier die Durchführung in der Segellast, waren an einigen Stellen zu entdecken. Diese sind aber vermutlich zum Teil durch die hastigen Auslieferung auf Drängen des Händlers begründet
Bild 35

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