Die Ankündigung kam mit reichlich Überraschungseffekt. In aller Stille und Bescheidenheit haben die Yachtbauer in Holland ihre beliebte 17-Meter-Blauwasseryacht umgebaut. Das neue Boot kommt als Weiterentwicklung der 55CS (Test YACHT 20/2020), der Rumpf und die Rumpfanhänge beim neuen Modell unverändert. Standard sind das relativ tiefe Einzelruder und ein L-Kiel mit Ballastbombe bei 2,55 Meter Tiefgang. Die Konstruktion kommt aus dem Studio von Judel Vrolijk & Co Design in Bremerhaven.
Als Neuerung baut Contest beim neuen Modell mehr und größere Rumpffenster ein. Auch an Deck gibt es wesentliche Änderungen. So ist das Arbeitscockpit mit den beiden Steuersäulen beim neuen Modell etwas tiefer gelegt als beim Vorgängermodell. Damit soll der Steuermann zwar etwas tiefer aber auch nicht mehr so exponiert am Rad stehen. Das Gästecockpit weiter vorne ist aber weiterhin deutlich vertieft eingebaut und bietet so guten Schutz und ein sicheres Gefühl, speziell auf längeren Passagen auf hoher See.
Neu bietet Contest die 56CS auch mit einem Hardtop-Bimini über dem Cockpit an. Das feste Dach ist im hinteren Bereich mit einem großen Fenster ausgestattet, damit für den Steuermann die Sicht in das Großsegel nicht eingeschränkt wird. Zudem lässt sich das Hardtop zusammen mit einer ebenfalls festen Windschutzscheibe zu einem weit überspannenden Dodger umfunktionieren – eine spannende Variante für den Einsatz als Hochseeyacht auf langen Schlägen. Das Ausstellungsboot in Düsseldorf ist allerdings nicht mit der Option Hardtop ausgestattet. Das Rigg der neuen 56CS ist im Vergleich zum Vorgängermodell etwa 55 Zentimeter höher und kann entsprechend mehr Segelfläche tragen. Zudem ist die Rollanlage für die Genua jetzt neu unter Deck montiert.
Insbesondere auch beim Innenausbau hat die Contest-Werft viel Entwicklungsarbeit in die Modellüberarbeitung gesteckt. In Zusammenarbeit mit den Gestaltern im Studio von Wetzels Brown Design in Amsterdam wurde insbesondere die Optik modernisiert. Aber auch beim Layout gibt es Anpassungen: Neu ist eine vierte Doppelkabine mit Pullman-Kojen achtern möglich.
Auf der Messe in Düsseldorf haben die Werftvertreter für das neue Schiff in der ungewöhnlich umfangreich und zudem sehr hochwertig ausgestatteten Basisversion einen Preis von 2.100.000 Euro (netto) kommuniziert. Inklusive 19% Mehrwertsteuer beträgt der Preis knapp 2,5 Millionen Euro.