Fahrtenyachten

boot Düsseldorf 2019: Premiere VI: Swan 65 – die Edle aus dem hohen Norden

Jochen Rieker

 · 24.01.2019

boot Düsseldorf 2019: Premiere VI: Swan 65 – die Edle aus dem hohen NordenFoto: YACHT/ Nils Günter

Sie ist die mit Abstand teuerste, nobelste und in vielen Punkten interessanteste Weltpremiere der diesjährigen boot. Wir nehmen Sie mit an Bord!

Wie radikal Nautor ist, beweisen das derzeit größte und das kleinste Boot des aktuellen Programms. Die ClubSwan 36 ebenso wie die bereits im Bau befindliche ClubSwan 125 zählen zu den leistungsfähigsten und modernsten Einrumpfyachten der Welt. Dagegen wirkt die 65, die derzeit auf der boot Düsseldorf Weltpremiere feiert, fast ein wenig normal.

Soll sie aber auch, denn sie ist kein Renner, sondern in erster Linie eine Fahrtenyacht. Allerdings sollte man ihre Schnörkellosigkeit nicht als "gewöhnlich" misinterpretieren. Denn das von Altmeister Germán Frers gezeichnete Boot ist alles andere als das.

State of the art: voll integrierter Hubkiel mit Niro-Finne und Bleibombe, der den Tiefgang auf 2,80 Meter reduziertFoto: YACHT/ Nils Günter
State of the art: voll integrierter Hubkiel mit Niro-Finne und Bleibombe, der den Tiefgang auf 2,80 Meter reduziert
Zwei Generationen: vorn die Swan 65, im Hintergrund die im Vergleich schon fast klassisch anmutende Swan 54Foto: YACHT/ Nils Günter
Zwei Generationen: vorn die Swan 65, im Hintergrund die im Vergleich schon fast klassisch anmutende Swan 54
Moderne Form: relativ hoher Freibord, gerader Steven und ein im Vergleich flacher KajütaufbauFoto: YACHT/ Nils Günter
Moderne Form: relativ hoher Freibord, gerader Steven und ein im Vergleich flacher Kajütaufbau
Im Stehen bietet die Swan 65 vom leicht erhöhten Salon aus Panoramablick Foto: YACHT/ Nils Günter
Im Stehen bietet die Swan 65 vom leicht erhöhten Salon aus Panoramablick 
An Backbord dinieren die Gäste, vorm Hauptschott gibt es an Steuerbord noch eine kleine DinetteFoto: YACHT/ Nils Günter
An Backbord dinieren die Gäste, vorm Hauptschott gibt es an Steuerbord noch eine kleine Dinette
In der auf der boot Düsseldorf gezeigten Variante sitzt der Navigator mit dem Rücken zum NiedergangFoto: YACHT/ Nils Günter
In der auf der boot Düsseldorf gezeigten Variante sitzt der Navigator mit dem Rücken zum Niedergang
Die Funktionsbereiche der Hauptkajüte liegen eine Ebene tiefer am HauptschottFoto: YACHT/ Nils Günter
Die Funktionsbereiche der Hauptkajüte liegen eine Ebene tiefer am Hauptschott
An Backbord: große U-Pantry, viel Stauraum, Induktionsherd von Miele Foto: YACHT/ Nils Günter
An Backbord: große U-Pantry, viel Stauraum, Induktionsherd von Miele 
An Steuerbord: die Dinette für den Snack zwischendurch oder für die bezahlte Crew Foto: YACHT/ Nils Günter
An Steuerbord: die Dinette für den Snack zwischendurch oder für die bezahlte Crew 
So sieht das Vorschiff der Swan 65 aus, wenn der Eigner hier sein Quartier wählt – alternativ kann er auch eine (noch größere) Kammer achtern ordernFoto: YACHT/ Nils Günter
So sieht das Vorschiff der Swan 65 aus, wenn der Eigner hier sein Quartier wählt – alternativ kann er auch eine (noch größere) Kammer achtern ordern
Gediegen. Nasszelle vorn mit E-WC und vollständig abtrennbarer DuscheFoto: YACHT/ Nils Günter
Gediegen. Nasszelle vorn mit E-WC und vollständig abtrennbarer Dusche
So sieht das Eigner-Bad von innen aus – viel Holz, warme Atmosphäre, sehr gute KomfortmaßeFoto: YACHT/ Nils Günter
So sieht das Eigner-Bad von innen aus – viel Holz, warme Atmosphäre, sehr gute Komfortmaße
Achtern gibt es zwei Gästekammern, die mit getrennten Kojen oder Doppelkoje zu haben sind. Es gibt weitere OptionenFoto: YACHT/ Nils Günter
Achtern gibt es zwei Gästekammern, die mit getrennten Kojen oder Doppelkoje zu haben sind. Es gibt weitere Optionen
Und auch hier hat jede Kabine ein eigenes En-suite-BadFoto: YACHT/ Nils Günter
Und auch hier hat jede Kabine ein eigenes En-suite-Bad
Edel, wie alles an Bord: Lichttaster aus gebürstetem AluminiumFoto: YACHT/ Nils Günter
Edel, wie alles an Bord: Lichttaster aus gebürstetem Aluminium
Selten: Bei Nautor sind Bug- und Heckabteilungen wasserdicht – jeder Schlauch, jedes Kabel muss aufwändig durchs Schott getunnelt werden Foto: YACHT/ Nils Günter
Selten: Bei Nautor sind Bug- und Heckabteilungen wasserdicht – jeder Schlauch, jedes Kabel muss aufwändig durchs Schott getunnelt werden 
Nützlich: Ablage neben dem Niedergang für Fernglas, Smartphone etc.Foto: YACHT/ Nils Günter
Nützlich: Ablage neben dem Niedergang für Fernglas, Smartphone etc.
Edel: exakt eingepasste Luken mit unsichtbarem RahmenFoto: YACHT/ Nils Günter
Edel: exakt eingepasste Luken mit unsichtbarem Rahmen
"Fliegende" Steuersäulen: Sie bieten reichlich Platz für Schalter und InstrumenteFoto: YACHT/ Nils Günter
"Fliegende" Steuersäulen: Sie bieten reichlich Platz für Schalter und Instrumente
State of the art: voll integrierter Hubkiel mit Niro-Finne und Bleibombe, der den Tiefgang auf 2,80 Meter reduziertFoto: YACHT/ Nils Günter
State of the art: voll integrierter Hubkiel mit Niro-Finne und Bleibombe, der den Tiefgang auf 2,80 Meter reduziert
Zwei Generationen: vorn die Swan 65, im Hintergrund die im Vergleich schon fast klassisch anmutende Swan 54Foto: YACHT/ Nils Günter
Zwei Generationen: vorn die Swan 65, im Hintergrund die im Vergleich schon fast klassisch anmutende Swan 54
Zwei Generationen: vorn die Swan 65, im Hintergrund die im Vergleich schon fast klassisch anmutende Swan 54
Moderne Form: relativ hoher Freibord, gerader Steven und ein im Vergleich flacher Kajütaufbau
Im Stehen bietet die Swan 65 vom leicht erhöhten Salon aus Panoramablick 
An Backbord dinieren die Gäste, vorm Hauptschott gibt es an Steuerbord noch eine kleine Dinette
In der auf der boot Düsseldorf gezeigten Variante sitzt der Navigator mit dem Rücken zum Niedergang
Die Funktionsbereiche der Hauptkajüte liegen eine Ebene tiefer am Hauptschott
An Backbord: große U-Pantry, viel Stauraum, Induktionsherd von Miele 
An Steuerbord: die Dinette für den Snack zwischendurch oder für die bezahlte Crew 
So sieht das Vorschiff der Swan 65 aus, wenn der Eigner hier sein Quartier wählt – alternativ kann er auch eine (noch größere) Kammer achtern ordern
Gediegen. Nasszelle vorn mit E-WC und vollständig abtrennbarer Dusche
So sieht das Eigner-Bad von innen aus – viel Holz, warme Atmosphäre, sehr gute Komfortmaße
Achtern gibt es zwei Gästekammern, die mit getrennten Kojen oder Doppelkoje zu haben sind. Es gibt weitere Optionen
Und auch hier hat jede Kabine ein eigenes En-suite-Bad
Edel, wie alles an Bord: Lichttaster aus gebürstetem Aluminium
Selten: Bei Nautor sind Bug- und Heckabteilungen wasserdicht – jeder Schlauch, jedes Kabel muss aufwändig durchs Schott getunnelt werden 
Nützlich: Ablage neben dem Niedergang für Fernglas, Smartphone etc.
Edel: exakt eingepasste Luken mit unsichtbarem Rahmen
"Fliegende" Steuersäulen: Sie bieten reichlich Platz für Schalter und Instrumente
State of the art: voll integrierter Hubkiel mit Niro-Finne und Bleibombe, der den Tiefgang auf 2,80 Meter reduziert

In den Linien folgt die Swan 65 der deutlich größeren 78, die voriges Jahr als Sperrholz-Dummy in den Messehallen am Rheinufer zu besichtigen war. Sie verfügt wie fast alle modernen Yachten über viel Freibord, ein breites Heck und fast lotrechte Steven von wie achtern. So weit, so üblich.

Allerdings gelang Germán Frers beim Kajütaufbau sowie in der Gestaltung des Salons ein goldener Kompromiss: Einerseits geriet das Kajütdach ansehnlich flach und kompakt, was generell von Vorteil ist. Andererseits vermittelt es im Stehen dank eines etwas höher gelegten Salonbodens einen fantastischen 270-Grad-Ausblick, weil der vordere Abschluss des Aufbaus ebenso wie die Seiten ein breites Fenster trägt. Für diesen Effekt brauchte Nautor bisher zwei Decksvarianten im Programm (so wie bei der Swan 60 S und FD). Nun reicht eine.

An Vielfalt mangelt es der Swan 65 dennoch nicht, im Gegenteil. Sie bietet insbesondere im Kajütlayout eine große Anzahl an Variationsmöglichkeiten. Während der zentrale Bereich stets identisch bleibt, lassen sich Vor- und Achterschiff sehr verschieden konfigurieren. Beim auf der boot Düsseldorf gezeigten Modell liegt die Eignerkammer vorn. Sie kann sich aber auch über die gesamte Breite achtern erstrecken – dann mit einer kleinen Brücke in der Plicht, welche die Crew von den Steuerständen und Winschen trennt. Außerdem gibt es Optionen für eine Crew-Kabine anstelle der Dinette, im Vorschiff oder achtern, sowie wahlweise ein abgetrenntes Büro. Die Werft vermeidet so teure Spezialanfertigungen, bietet aber fast die Flexibilität eines Semi-Custom-Konzepts.

Der Swan 65 folgt im Herbst die Swan 48 nach, von der bisher erst eine Computeranimation zur Verfügung steht. Sie könnte wie ihre größere Schwester ein Erfolgsmodell werden. Noch bevor sie offiziell angekündigt war, gab es bereits sieben Blindbestellungen. Nautor, so scheint es, hat gerade einen Lauf.

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