BeneteauOceanis Yacht 62: Größte der Größten

Jochen Rieker

 · 14.06.2016

Beneteau: Oceanis Yacht 62: Größte der GrößtenFoto: YACHT/J.M. Liot
Weltmarktführer auf Wachstumskurs: Mit dem neuen Topmodell will Beneteau ins Luxusegment vorstoßen – Exklusive Einblicke vom YACHT-Test

An Superlativen ist hier kein Mangel. Die größte Yacht des größten Serienbootsbauers der Welt – allein das macht schon neugierig. Und dann erst die Linien!

Die vom französischen Konstruktionsbüro Berret & Racoupeau und dem italienischen Stylisten Pierangelo Andreani gezeichnete Yacht sticht auch in einem gut gefüllten Hafen wie dem von Les Sables d' Olonne sofort ins Auge. Waren die bisherigen Fahrtenyachten eher zurückhaltend in der Anmutung, bricht das neue Topmodell mit allen Traditionen.

Ein breites schwarzes Band durchzieht die Rumpfseiten und das Heck. Darin nahezu unsichtbar eingelassen sind die großen Fenster, die für viel Licht und Ausblick unter Deck sorgen – in den Achterkabinen sogar für zusätzliche Ventilation, denn die ganz hinten an den Schrägen platzierten Fenster lassen sich auch öffnen.

Dagegen wirkt der ebenfalls schwarz gehaltene Aufbau angenehm schmal, läuft zudem zum Bug hin immer flacher zu. Eine Gestaltung, die visuell Spannung und daher reichlich Aufmerksamkeit erzeugt. Und genau darum geht es Beneteau.

Die 62 ist nicht nur eine neue Yacht, nicht nur die Erste einer neuen Oberklasse-Modellreihe, sondern auch ein Symbol für den Aufbruch, vor dem die Werft steht. Ihren Führungsanspruch wollen die Bootsbauer aus der Vendée künftig mehr denn je dokumentieren.

Inwieweit die Oceanis Yacht die selbst gesetzten Ziele schon erreicht und was Beneteau sonst noch plant, lesen Sie im ausführlichen Report in YACHT 15 (ab 6. Juli am Kiosk). Hier vorab schon mal erste Fotos vom Exklusivtest.

Riesig. Obwohl das schwarze Band im Rumpf die Yacht flacher  erscheinen lässt – die Diemnsionen bleiben gewaltig 
Foto: YACHT/J.M. Liot
Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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