Beneteau Oceanis 34.1Oceanis 34.1: Spannender Zugang in der Zehn-Meter-Klasse

Michael Good

 · 18.08.2021

Beneteau Oceanis 34.1: Oceanis 34.1: Spannender Zugang in der Zehn-Meter-KlasseFoto: Chantiers Beneteau

Branchenführer Beneteau scheint wieder auf das kleinere Boot zu setzen. Nach der Vorstellung der First 36 folgt nun die Ankündigung einer neuen Oceanis 34.1

Dass Beneteau nun auch wieder die Nachfrage in den kleineren Längensegmenten bedienen möchte, war fast abzusehen. Gerade in der Einsteigerklasse ist das Update überfällig. Die neue Oceanis 34.1 kommt jetzt als längst erwarteter Ersatz für die Oceanis 35.1, welche mit Überarbeitungen bereits seit 2014 auf dem Markt ist. Erst vor wenigen Tagen hat der Marktführer zudem den Weiterausbau des sportlichen Werftprogramms mit der First 36 bekannt gegegen. Damit steigt Beneteu gleich mit zwei kleineren, aber umso spannenderen Premieren in die kommende Messesaison ein.

Die Konstruktion des Vorgängermodells Oceanis 35.1 stammte noch aus dem Studio von Finot/Conq. Für das neue Boot, die Oceanis 34.1, hat Beneteau den Auftrag für den Entwurf nun an Konkurrent Marc Lombard übergeben. Er hat ein Boot gezeichnet, das bei gleicher Rumpflänge von knapp zehn Metern etwas weniger breit ist als die Vorgängerin. Dafür ist der Rumpf hinten breit und über die gesamte Länge aufgekimmt, was Volumen schafft und gleichzeitig die Wasserlinie schlank hält. Dazu hat Lombard das Schiff vor allem im vorderen Bereich sehr füllig geplant. Das sorgt nicht nur für mehr Wohnraum in den Kabinen, sondern gleichzeitig für ausgewogenere Segeleigenschaften am Wind.

Nebst den Standard-Festkielen in L-Form mit Ballastbombe und wahlweise 2,00 oder 1,50 Meter Tiefgang ist die Oceanis 34.1 in einer Ausführung mit einem hydraulisch aufholbaren Schwenkkiel erhältlich. Damit wird das Boot mit zusätzlichen Wattstützen auch trockenfallen können. Zudem gibt es Varianz beim Rigg. Anstelle der Selbstwendefock ist eine größere Genua mit 105 Prozent Überlappung und 3D-Holepunkteinstellung möglich. Weil der Mast mit seinen stark gepfeilten Salingen ganz ohne Achterstag auskommt, ist darüber hinaus ein Performance-Großsegel mit weiter Ausstellung im Toppbereich (Squarehead) machbar. Für Gennaker und Code Zero ist ein fester Bugspriet bereits ab Werft fest anlaminiert.

  Oceanis 34.1. Lichter und luftiger Ausbau in heller EicheFoto: Chantiers Beneteau
Oceanis 34.1. Lichter und luftiger Ausbau in heller Eiche

Für die Gestaltung des Innenausbau der neuen Oceanis 34.1 hat Beneteau die bewährten Dienste des Studios Nauta Design in Anspruch genommen. Große Fenster in Aufbau und Rumpf und drei zusätzliche Deckslucken sorgen für viel Licht und gute Durchlüftung im Salon sowie in den Kabinen. Der Standard-Ausbau sieht zwei Doppelkabinen im Heck sowie eine schön große Kammer im Vorschiff vor, wo die Koje die volle Schiffbreite ausnutzt und weit in den Bug hinein gebaut ist. Alternativ kann das Schiff auch nur mit einer, dafür etwas größeren Doppelkabine im Steuerbord-Heck ausgebaut werden. Auf der Backbordseite wird in diesem Fall das Volumen achtern als große Backskiste genutzt und zudem der Toilettenraum um einen abgetrennten Duschbereich erweitert. Die Layouts mit den Varianten sind in der nachfolgend angehängten Bilderstrecke dargestellt.

Beneteau wird die neue 34.1 erstmals Ende September auf der Messe Grand Pavois in La Rochelle und in der Folge auf den wichtigen, internationalen Herbstmessen präsentieren. Die Deutschland-Premiere soll dann im Januar 2022 auf der boot in Düsseldorf stattfinden. Bis dato hat die Werft leider noch keine Preise bekannt gegeben, auch nicht gegenüber ihren Händlern. Zur ungefähren Einordnung: Das Vorgängermodell Oceanis 35.1 war zuletzt für einen Grundpreis von rund 129.000 Euro brutto im Angebot.

Lange Kante. Die Chines ziehen sich vom Heck bis zum Bug durch

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