Mit der Arcona 465 MKII präsentiert die Werft in Henån die nächste Evolutionsstufe ihres 46-Fußers. Die überarbeitete Version baut auf den bewährten Stärken des Modells auf, erhält jedoch gezielte Design-Updates, mehr Variabilität in der Ausführung sowie ein weiter ausgebautes Komfortniveau. Die sportlichen und leistungsstarken Merkmale der Konstruktion von Designer Stefan Qviberg bleiben selbstverständlich erhalten.
Für den Ausbau unter Deck setzt die Werft auf eine behutsame, aber dennoch akzentuierte Modernisierung. Neue Oberflächen, frische Materialien und eine stimmig abgestimmte Farbpalette mit großer Bandbreite sorgen – je nach Wunsch und Geschmack – für eine gehobene Wohnatmosphäre. Zudem kann der Kunde bei Arcona wählen, welche Hölzer für den Innenausbau infrage kommen. Das funktionale Layout und das hohe Qualitätsniveau bleiben dabei unangetastet. Ziel ist weniger ein radikaler Wandel als vielmehr eine konsequente Weiterentwicklung. Auch die MKII-Version wird weiterhin nur in einer Layoutvariante angeboten. Die Eignerkabine mit eigener Nasszelle und separater Dusche befindet sich im Vorschiff. Zwei zusätzliche Doppelkabinen mit großen Kojen für jeweils zwei Personen teilen sich das Achterschiff sowie ein weiteres Bad mit Dusche.
Auch an Deck fällt die Modellpflege dezent, aber wirkungsvoll aus. Neue Rumpffenster bringen zusätzliches Tageslicht in den Salon und unterstreichen eine klare, zeitgemäße Linienführung. Ein integrierter Bugspriet gehört nun ebenso zum Konzept wie eine optionale Badeplattform, die beim Vorgängermodell nicht erhältlich war. Überarbeitet wurden zudem die Steuersäulen nach dem Vorbild der größeren Arcona 50 sowie das Cockpit-Layout zugunsten ergonomischerer Abläufe und einer besseren Bedienbarkeit. Das Layout ist sowohl für sportliches Segeln mit Crew als auch für längere Passagen auf hoher See ausgelegt. Ausgestattet wird die Arcona 465 Mk II mit einer kurzen Genua mit 107 Prozent Überlappung und Holepunkten seitlich auf dem Laufdeck. Eine Selbstwendefock ist auch optional nicht vorgesehen.
Auch technisch geht die Mk II einen Schritt weiter. Moderne Bordelektronik, ein 24-Volt-Bordnetz sowie Lithium-Batterien in der Serienausstattung erhöhen Autarkie und Zukunftsfähigkeit. Neu ist zudem die Wahlmöglichkeit beim Rumpfmaterial: Neben der etablierten Kohlefaser-Version wird die Arcona 465 Mk II künftig auch mit einem GFK-Rumpf angeboten. Damit erweitert die Werft die Optionen für Eigner erheblich. Wie stark sich die Preise der beiden Ausführungen unterscheiden werden, bleibt jedoch noch ungewiss. Eine Preisliste hat die Werft bislang nicht veröffentlicht.

Redakteur Test & Technik