Arcona 465 MK IIKonsequenter Feinschliff mit schwedischer Handschrift

Michael Good

 · 23.02.2026

Schöne Schwedin. Der Freibord ist gemäßigt noch, der Kajütaufbau bleibt flach. Die Linien erscheinen stimmig.
Foto: Arcona Yachts
​Die Yachtbauer von Arcona Yachts in Schweden betreiben intensive Modellpflege und haben ihrem Modell 465 ein umfangreiches Upgrade spendiert. Der schicke Performance-Cruiser ist nun mit dem Namenszusatz MK II auf dem Markt. Als große Neuheit können die Kunden wählen, ob sie das Boot aus Glas- oder Kohlefaser gebaut haben möchten.

​Mit der Arcona 465 MKII präsentiert die Werft in Henån die nächste Evolutionsstufe ihres 46-Fußers. Die überarbeitete Version baut auf den bewährten Stärken des Modells auf, erhält jedoch gezielte Design-Updates, mehr Variabilität in der Ausführung sowie ein weiter ausgebautes Komfortniveau. Die sportlichen und leistungsstarken Merkmale der Konstruktion von Designer Stefan Qviberg bleiben selbstverständlich erhalten.


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​Für den Ausbau unter Deck setzt die Werft auf eine behutsame, aber dennoch akzentuierte Modernisierung. Neue Oberflächen, frische Materialien und eine stimmig abgestimmte Farbpalette mit großer Bandbreite sorgen – je nach Wunsch und Geschmack – für eine gehobene Wohnatmosphäre. Zudem kann der Kunde bei Arcona wählen, welche Hölzer für den Innenausbau infrage kommen. Das funktionale Layout und das hohe Qualitätsniveau bleiben dabei unangetastet. Ziel ist weniger ein radikaler Wandel als vielmehr eine konsequente Weiterentwicklung. Auch die MKII-Version wird weiterhin nur in einer Layoutvariante angeboten. Die Eignerkabine mit eigener Nasszelle und separater Dusche befindet sich im Vorschiff. Zwei zusätzliche Doppelkabinen mit großen Kojen für jeweils zwei Personen teilen sich das Achterschiff sowie ein weiteres Bad mit Dusche.

Modernisierter Auftritt an Deck

​Auch an Deck fällt die Modellpflege dezent, aber wirkungsvoll aus. Neue Rumpffenster bringen zusätzliches Tageslicht in den Salon und unterstreichen eine klare, zeitgemäße Linienführung. Ein integrierter Bugspriet gehört nun ebenso zum Konzept wie eine optionale Badeplattform, die beim Vorgängermodell nicht erhältlich war. Überarbeitet wurden zudem die Steuersäulen nach dem Vorbild der größeren Arcona 50 sowie das Cockpit-Layout zugunsten ergonomischerer Abläufe und einer besseren Bedienbarkeit. Das Layout ist sowohl für sportliches Segeln mit Crew als auch für längere Passagen auf hoher See ausgelegt. Ausgestattet wird die Arcona 465 Mk II mit einer kurzen Genua mit 107 Prozent Überlappung und Holepunkten seitlich auf dem Laufdeck. Eine Selbstwendefock ist auch optional nicht vorgesehen.

Technik-Update und neue Bauoption

​Auch technisch geht die Mk II einen Schritt weiter. Moderne Bordelektronik, ein 24-Volt-Bordnetz sowie Lithium-Batterien in der Serienausstattung erhöhen Autarkie und Zukunftsfähigkeit. Neu ist zudem die Wahlmöglichkeit beim Rumpfmaterial: Neben der etablierten Kohlefaser-Version wird die Arcona 465 Mk II künftig auch mit einem GFK-Rumpf angeboten. Damit erweitert die Werft die Optionen für Eigner erheblich. Wie stark sich die Preise der beiden Ausführungen unterscheiden werden, bleibt jedoch noch ungewiss. Eine Preisliste hat die Werft bislang nicht veröffentlicht.

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Technische Daten Arcona 465 MK II

  • Konstrukteur: Stefan Qviberg
  • CE Entwurfskategorie: A
  • Rumpflänge: 14,09 m
  • Gesamtlänge mit Bugspriet: 14,83 m
  • Länge Wasserlinie: 13,25 m
  • Breite: 4,24 m
  • Tiefgang: 2,50 Meter (Standard)
  • Tiefgang optional: 2,20 (Kurzkiel) / 2,80 m (Sportkiel)
  • Gewicht: 9,95 t
  • Masthöhe über Wasserline 22,20 m
  • Großsegel: 74,4 m2
  • Genua (107%): 54,4 m2
  • Gennaker: 197,0 m2
  • Motorisierung: Einbaudiesel Yanmar 4JH57C / Saildrive
  • Kapazität Treibstoff: 240 lt
  • Kapazität Frischwasser: 340 lt

Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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