Corona-EpedemieReisewarnung für Teile Kroatiens

Andreas Fritsch

 · 19.08.2020

Corona-Epedemie: Reisewarnung für Teile KroatiensFoto: YACHT/A. Fritsch

Das Robert-Koch-Institut setzt die kroatischen Verwaltungsregionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien auf die Liste der Corona-Risikozonen

Es zeichnete sich über einige Tage ab: Zunächst hatte am Wochenende Österreich Kroatien als Risikogebiet eingestuft, dann hatten der bayerische und baden-württembergische Ministerpräsident wegen vermehrter Corona-Ausbrüche unter Kroatien-Urlaubsrückkehrern gefordert, den Adria-Staat auf die Liste der Risikogebiete zu setzen. Doch da Kroatien die vom Robert-Koch-Institut definierte Grenze von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern nicht insgesamt überschritt, wurden nun die Regionen um Split und Sibenik zu Risikogebieten erklärt. Diese beiden "Gespanschaften", was in etwa den deutschen Bundesländern entspricht, sind Sibenik-Knin und Split-Dalmatien. Dort sind tatsächlich mehr als 50 Fälle pro 100.000 Fälle zu verzeichnen. Das Auswärtige Amt folgte nun der Definition des RKI und formulierte eine entsprechende Reisewarnung. Tatsächlich steigen die Fälle in Kroatien seit letzter Woche ziemlich stetig an, wie auch auf der Corona-Webseite der Kroaten zu verfolgen ist.

  Die beiden betroffenen GespanschaftenFoto: Wikipedia
Die beiden betroffenen Gespanschaften

Damit müssen Chartercrews oder Eigner, die aus diesen Seegebiet zurückkommen, zu Hause einen Corona-Test absolvieren und bis zum Ergebnis in Quarantäne gehen; alternativ kann man sich auch gleich in 14-Tage-Quarantäne begeben. Für viele Rückkehrer aus dem Urlaub sicherlich eine unschöne Überraschung. Tatsächlich reichen die beiden Gespanschaften weit auf die Inseln hinaus. Unter die beiden Bezirke fällt praktisch das gesamte Küstengebiet von einer Linie im Norden bei Vodice, Murter, Zut und den Kornaten bis weit südlich von Split mit den Inseln Brac, Hvar und Vis.

Chartercrews können nun nur Kontakt zu ihren Vercharterern aufnehmen und fragen, ob dieser eventuell eine Verschiebung der Reise erlaubt. De meisten Charterverträge fallen aber nicht unter das Reise-, sondern das ungünstigere Mietrecht. Insofern sind Zugeständnisse der Flottenanbieter an den Kunden meist Kulanz.

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