Jochen Rieker
· 02.05.2020
Allmählich kommt wieder Leben auf See und Seen. Endlich! Andererseits: Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Was während des Lockdowns so alles entstanden ist
Die vergangenen Wochen waren nicht leicht. Lange Zeit gab es keine klaren Ansagen der Landesregierungen, wo ab wann wieder gesegelt werden kann – und unter welchen Voraussetzungen. Während in Hessen und Rheinland-Pfalz nie harte Verbote bestanden, lagen die Reviere im Süden und Norden lange im künstlichen Koma.
Erst nach Ostern machte dann Mecklenburg-Vorpommern die Häfen auf, zumindest für Einheimische. Ab Montag erlaubt auch Schleswig-Holstein wieder Wassersport. Und bis Himmelfahrt, so die Hoffnung, können womöglich in ganz Deutschland wieder Segel gesetzt werden.
Der späte Start hatte für manche allerdings auch was Gutes. Nie waren Gärten gepflegter, Hunde und Herrchen fitter, die Bude aufgeräumter. Und weil die meisten Eigner erst gar nicht zu ihren Booten kamen, um sie saisonklar zu machen, oder nicht auf die Stege zum Ablegen, entflohen viele durch Ersatzhandlungen der Tristesse des Auf-dem-Trockenen-Sitzens. Was dabei herauskam, ist aller Ehren wert – vom Taktik-Training mit Salzteig-Optis über Terrassen-Refit und Gartenteich-Umbau bis hin zum veritablen 1:12-Modell eines 505ers.
Hier die Galerie der Methadon-Programme unserer Leser. Achtung, Spoiler-Alarm: Einer kam ohne Segelverbot durch!