Basteln statt segelnWie sich YACHT-Leser über die Corona-Verbote gerettet haben

Jochen Rieker

 · 02.05.2020

Basteln statt segeln: Wie sich YACHT-Leser über die Corona-Verbote gerettet habenFoto: YACHT/privat
Kirsten Kopp und Familie beim Refit ihrer 69er Carina 20
Allmählich kommt wieder Leben auf See und Seen. Endlich! Andererseits: Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Was während des Lockdowns so alles entstanden ist

Die vergangenen Wochen waren nicht leicht. Lange Zeit gab es keine klaren Ansagen der Landesregierungen, wo ab wann wieder gesegelt werden kann – und unter welchen Voraussetzungen. Während in Hessen und Rheinland-Pfalz nie harte Verbote bestanden, lagen die Reviere im Süden und Norden lange im künstlichen Koma.

Erst nach Ostern machte dann Mecklenburg-Vorpommern die Häfen auf, zumindest für Einheimische. Ab Montag erlaubt auch Schleswig-Holstein wieder Wassersport. Und bis Himmelfahrt, so die Hoffnung, können womöglich in ganz Deutschland wieder Segel gesetzt werden.

Der späte Start hatte für manche allerdings auch was Gutes. Nie waren Gärten gepflegter, Hunde und Herrchen fitter, die Bude aufgeräumter. Und weil die meisten Eigner erst gar nicht zu ihren Booten kamen, um sie saisonklar zu machen, oder nicht auf die Stege zum Ablegen, entflohen viele durch Ersatzhandlungen der Tristesse des Auf-dem-Trockenen-Sitzens. Was dabei herauskam, ist aller Ehren wert – vom Taktik-Training mit Salzteig-Optis über Terrassen-Refit und Gartenteich-Umbau bis hin zum veritablen 1:12-Modell eines 505ers.

Hier die Galerie der Methadon-Programme unserer Leser. Achtung, Spoiler-Alarm: Einer kam ohne Segelverbot durch!

Man nehme Salzteig, Buntstifte und Fantasie – fertig ist der Opti fürs Taktikspiel. Nico Jeschonneks Junior-Crew bastelte sich den Zeitvertreib gleich selbst...
Foto: YACHT/privat
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Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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