Sturmflut an der OstseeErste Herbstflut verläuft glimpflich

Tom Stender

 · 19.10.2026

Sturmflut an der Ostsee: Erste Herbstflut verläuft glimpflichFoto: picture alliance/dpa/d - Birgitta von Gyldenfeldt
Bootsschuppen und Stege stehen in Flensburg im Wasser.
Die erste Herbst-Sturmflut an der Ostsee verlief am Wochenende weitgehend glimpflich. Überflutungen blieben begrenzt, größere Einsätze meldeten die Leitstellen nicht.

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Am Wochenende des 17. und 18. Oktober 2026 hat die erste Sturmflut an der Ostsee in dieser Herbstsaison die deutsche Küste getroffen. Dabei blieben die Pegel teilweise unter den vorhergesagten Werten.

Travemünde erreicht 1,25 Meter über NHN

Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erreichte der Wasserstand in Lübeck-Travemünde 1,25 Meter über Normalhöhennull (NHN), in Flensburg 1,12 Meter. Die Spitze lag am frühen Sonntagmorgen. Anschließend sanken die Pegel entlang der Ostseeküste wieder, ohne größere Schäden zu hinterlassen.

Auch aus Mecklenburg-Vorpommern wurden keine größeren Schäden gemeldet. In Greifswald wurde das Sperrwerk geschlossen; Rostock erreichte die Sturmflutmarke nicht.

Wie Wind das Wasser aufstaut

Starker Wind kann große Wassermengen gegen die Küste drücken. Das Wasser staut sich dort auf. Bei östlichen bis nordöstlichen Winden ist die südwestliche Ostseeküste besonders exponiert. Wie stark der Pegel an einem Ort steigt, hängt auch von der Küstenform und der Dauer des Windes ab.

An der Nordsee sorgte der starke Ostwind dagegen für niedrige Wasserstände und Probleme im Fährverkehr. Die Wasserstände beider Küsten entwickeln sich dabei nicht als unmittelbarer gegenseitiger Ausgleich, sondern reagieren auf die jeweilige Windwirkung.

Ab wann gilt Hochwasser als Sturmflut?

An der Ostsee beginnt eine Sturmflut nach der Einstufung des BSH bei einem Wasserstand von einem Meter über NHN. Ab 1,25 Metern spricht die Behörde von einer mittleren, ab 1,50 Metern von einer schweren Sturmflut. Eine sehr schwere Sturmflut beginnt bei zwei Metern über NHN.

Für die weitere Planung sind die aktuellen Sturmflutwarnungen des BSH maßgeblich. Welche Folgen deutlich höhere Wasserstände für Yachthäfen haben können, zeigt der Rückblick auf die Ostsee-Sturmflut vom Oktober 2023 mit Berichten aus den betroffenen Häfen.


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Tom Stender

Tom Stender

Redakteur

Auf eigenem Kiel ist Tom Stender seit 1992 unterwegs. Zuvor besegelte er mit seinen Eltern die Adria – von der Kvarner Bucht bis hinunter an die albanische Grenze.

Mit seinem ersten eigenen Boot, einem rund neun Meter langen Langkieler, lernte Tom Anfang der 90er das Segeln in Holland noch einmal neu. Das Motto lautete hier fortan: Reff einbinden und lossegeln – das geht auch ohne Segelschein!

Nach immer häufigeren Törns auf der Nordsee hatte Tom schließlich genug vom Leben nach den Gezeiten. Ein Abstecher an die Ostsee brachte ihn zurück zu den Blautönen seiner Kindheit. Sein neues Heimatrevier wurde die Lübecker Bucht, diesmal mit Sportbootführerschein.

Als Redakteur bei einem Lübecker Wassersportverlag brachte Tom Stender die vielfältigen Eindrücke rund um den Wassersport auf Papier bzw. Bildschirm. Seit Ende Oktober 2026 arbeitet Tom als Redakteur bei YACHT und BOOTE.

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