Im dänischen Kerteminde auf der Insel Fünen hatte es einige Yachten eiskalt erwischt. Aufgrund von Bauarbeiten wurden sie an den äußeren Rand des beliebten Hafens verholt. Doch der überraschend harte Winter hatte ein Wörtchen mitzureden. Kräftiger Ostwind trieb Gischt über die Mole, die auf den Booten gefror und einen dicken Eispanzer hinterließ. Ein faszinierender Anblick, jedoch kann ein Boot im schlimmsten Fall auf die Seite kippen und sogar sinken. Folglich wurde das Eis behutsam abgeklopft werden.
Hafenmeister Søren Therkelsen erklärt dazu: „Damit hatten wir nach den milden Wintern der vergangenen Jahre nicht gerechnet. Inzwischen sind die Boote jedoch optimal geschützt: Das Eis hat die Außenmole so weit erhöht, dass keine Gischt mehr darüber spritzen kann. Wir haben sozusagen Eis mit Eis bekämpft!“
In Sassnitz auf Rügen ist dieses Winterphänomen bestens bekannt: Bei Ostwind und Minusgraden legt sich regelmäßig ein Eismantel um den Leuchtturm auf der Ostmole. In diesem Bibberwinter war jedoch die längste Mole Europas derart stark vereist, dass sie aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste – sehr zum Ärger der vielen Schaulustigen und Hobbyfotografen.

Redakteur News & Panorama