NavigationDas Warten hat ein Ende: Galileo geht in Betrieb

Hauke Schmidt

 · 14.12.2016

Navigation: Das Warten hat ein Ende: Galileo geht in BetriebFoto: ESA

Heute startet das Europäische Satelliten-Navigationssystem. Neben der genaueren Positionsbestimmung soll sich dadurch die Alarmierungszeit von Epirbs verkürzen

Mit acht Jahren Verspätung soll Galileo heute offiziell in Betrieb gehen und sich erstmals von der Öffentlichkeit nutzen lassen. Vorausgesetzt, man hat einen passenden Empfänger, wie beispielsweise ein Smartphone von BQ, oder eine Kombiantenne von Digital Yacht. Bisher sind erst 18 der geplanten 30 Satelliten im Orbit, daher wird das Ortungssystem noch nicht ständig verfügbar sein. Die Positionsgenauigkeit soll aber schon jetzt deutlich über der des amerikanischen GPS-Systems liegen.

Schnellere Hilfe

Neben der präziseren Navigation soll Galileo vor allem die Ortung von Epirbs des Cospas-Sarsat-Systems verbessern. Da sämtliche Galileo-Satelliten die Notrufe empfangen und an die Bodenstation weiterleiten können, soll sich die Alarmierungszeit auf etwa zehn Minuten verkürzen. Bisher konnten Stunden vergehen, bis ein Satellit in Empfangsreichweite der Epib kam.

  Ab 2020 sollen 30 Satelliten im Orbit sein, dann ist Galileo weltweit und ständig verfügbar Foto: ESA
Ab 2020 sollen 30 Satelliten im Orbit sein, dann ist Galileo weltweit und ständig verfügbar 

Eigentlich sollte Galileo bereits 2008 den Betrieb aufnehmen. Doch technische Probleme und Unstimmigkeiten zwischen den beteiligten Ländern verzögerten den Start immer wieder. Die volle Einsatzfähigkeit und weltweite Verfügbarkeit von Galileo soll 2020 erreicht werden, bis dahin dürfte sich auch die Verbreitung der Empfänger verbessert haben. Laut EU-Vorgabe sollen ab 2018 alle neuen Pkw-Modelle mit Galileo kompatibel sein.

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