HafenmanöverRömisch-katholisch Schritt für Schritt

Lars Bolle

 · 27.04.2009

Hafenmanöver: Römisch-katholisch Schritt für SchrittFoto: YACHT/K. Andrews

Mit dem Heck an die Pier, bei Seitenwind ablegen. Alle wichtigen Situationen in der ausführlichen Anleitung

Viele Schäden an Charteryachten entstehen durch verpatzte An- und Ableger. Doch mit nur ein wenig Wissen und etwas Übung sind die häufigsten Fehler vermeidbar.

Das Rückwärts-Anlegen ist das Standard­manöver im Mittelmeer. Egal ob mit Muring oder Anker, die Handgriffe am Heck zum Festmachen sind dieselben, einzig der Anlauf unterscheidet sich. Denn sind Muringleinen vorhanden, ist es fast egal, von welcher Richtung die Lücke an der Pier angelaufen wird. Oder anders ausgedrückt: Murings erlauben es, den Liegeplatz den äußeren Umständen entsprechend anzusteuern. Das heißt: unter Berücksichtigung des Manövrierraums, der Windrichtung und -stärke, des Stromversatzes sowie des Rad­effektes. Wobei Letzt­genannter heute bei Yachten mit Saildrive meist vernachlässigbar ist.

Auch das Anlegen unter Einsatz des Ankers unterscheidet sich im Ablauf an der Pier kaum, einzig die Anlaufmöglichkeiten des Liegeplatzes sind durch den festgelegten Ankergrund eingeschränkt.

Da die Handgriffe stereotyp sind, macht es Sinn, sie lehrbuchmäßig zu pauken. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklären wir das Wesentliche für eine Crewstärke von drei Personen — Steuermann plus zwei Mitsegler.

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