SportbootführerscheinDer Neue ist da

Lasse Johannsen

 · 07.05.2017

Sportbootführerschein: Der Neue ist daFoto: YACHT/B. Andersch
Führerschein, Prüfungsfragen: Wie soll die Neuregelung aussehen?

Reformierte Verordnung tritt in Kraft +++ Hürden für Einsteiger abgebaut +++ Prüfungen künftig auch im Auslandsurlaub möglich +++ Scheine werden teurer

Nachdem die Führerscheingrenze im Jahr 2011 von 5 auf 15 PS erweitert wurde, soll die Attraktivität des Bootssports künftig auch dadurch gesteigert werden, dass die Führerscheinfreiheit an keine Altersgrenze mehr geknüpft ist und die ab 15 PS erforderlichen Berechtigungen leichter zu erlangen sind. Zu diesem Zwecke hat man im Bundesverkehrsministerium die Sportbootführerscheinverordnungen Binnen und See in einer zusammengefasst und die formale Anfoderungen für Kandidaten abgebaut.

Einer für alle

Rein äußerlich wird es künftig nur noch ein Formular geben, im Scheckkartenformat, auf dem verzeichnet ist, ob der Inhaber im Besitz des Sportbootführerscheins See oder Binnen ist oder alle beide hat. Langfrístig sollen auch die amtlichen Scheine SKS, SSS und SHS darauf eingetragen werden können. Schon jetzt ist es möglich, sich die neue Karte ausstellen zu lassen, eine formale Umschreibung des herkömmlichen Sportbootführerscheins ist dafür nicht erforderlich. Der bleibt weiterhin gültig – ob mit altem oder neuem Formular.

Verlagssonderveröffentlichung

Vieles wird einfacher

Inhaltlich sollte vieles einfacher werden. So können Praxis und Theorie künftig räumlich und zeitlich getrennt voneinander abgelegt werden, Prüfungen im Ausland (Stichwort Cluburlaub) sollen gefördert werden. War dafür bisher ein "Prüfungsausschuss Ausland" zuständig, dürfen künftig alle DSV-Püfungsausschüsse auch im Ausland prüfen.

Für die Unterlagen, die zur Prüfungsanmeldung erforderlich sind, reicht es, wenn sie eine Woche vorher vorliegen, das ärztliche Attest wurde vereinfacht.

Nicht alles wird teurer

Die Kostenkataloge wurden überarbeitet, enthalten nun aber auch die Sicherheit, dass Reisekosten und Unterkunft der Prüfer nicht gesondert abgerechet werden und den Prüflingen zusätzlich in Rechnung gestellt werden dürfen.

In YACHT 4/2017 sprachen wir mit Dr. Germar Brockmeyer über die neuen Regelungen in einem ausführlichen Interview, Sie können es hier kostenlos als PDF herunterladen.

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