Rund SkagenClass 40 "Red" gewinnt Skagen-Pokal

Ricarda Richter

 · 22.05.2016

Rund Skagen: Class 40 "Red" gewinnt Skagen-PokalFoto: Hinrich Franck

Nicht die Gesamtwertung, sondern der erste Platz in der ORC-Club-Wertung entscheidet über die Vergabe. Gegen zwei Boote liegen Proteste vor

Der Wanderpreis der Pantaenius Rund Skagen Regatta geht in diesem Jahr an die Class 40 "Red" von Mathias Müller von Blumencron. Der gusseiserne Pokal in Form eines Wikingerschiffes wird an die nach berechneter Zeit schnellste Yacht in der ORC-Club-Wertung, der in Deutschland häufigsten Vermessung, vergeben. Obwohl die Elliott 52 "Outsider" die Gesamtwertung anführt, hatte sie als ORCi-Yacht somit keine Chance auf den Preis.

Von Beginn an hatten sich die zwei Boote vom Rest des Felds absetzen und ihren Vorsprung immer weiter ausbauen können. Zugute kam den beiden vor allem die am Donnerstag einsetzende Flaute. Während die anderen Regattateilnehmer über Stunden einparkten, hatte die "Outsider" schon am Mittwoch Strande erreicht. Die "Red" schaffte es am frühen Donnerstagmorgen noch mit dem letzten Wind ins Ziel.

  Mit dem letzten Wind erreichte die "Red" am frühen Donnerstagmorgen den HafenFoto: Hinrich Franck
Mit dem letzten Wind erreichte die "Red" am frühen Donnerstagmorgen den Hafen

Auch dieses Jahr wurde die Pantaenius Rund Skagen Regatta ihrem anspruchsvollen Image gerecht. Während die Teilnehmer in der Nordsee noch mit starkem Wind, hohen Wellen und eisigen Temperaturen kämpfen mussten, wurde in der flauen Ostsee vor allem die Taktik entscheidend. Als letztes gewertetes Boot querte die "Padedö Likedehler" von Skipper Ralf Giercke am Samstagmorgen die Ziellinie.

Von 58 gemeldeten Booten gingen 42 an den Start, 37 von ihnen konnten das Rennen beenden. Neben der "Spindrift" und der "Oromocto", die schon kurz nach Start wegen Problemen an Bord aufgeben mussten, entschieden sich die weit zurückliegenden Boote "Ole Marie" und "Rode Zora v. Amsterdam" schließlich aus Zeitgründen, den Motor anzuwerfen.

Gegen die "Edelweiß" von Thomas Reinecke, die aufgrund eines vermuteten Wassereinbruchs den Nothafen Sæby anlief und sich danach entschied, das Rennen zu beenden, sowie gegen die "Wappen von Bremen III" liegen Proteste vor.

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