“Our Ocean”-KonferenzKnapp 60 Millionen Euro für den Mittelmeerschutz

Jill Grigoleit

 · 22.04.2024

30 Prozent des Mittelmeers sollen bis 2030 unter Schutz gestellt werden.
Foto: Adobe Stock
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30x30 bedeutet, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent der Land- und Wasserflächen der Welt geschützt werden sollen. So lautet das “Übereinkommen über die biologische Vielfalt”, dem sich die Vertragsstaaten bei der 15. COP (Conference of the Parties to the Convention on Biological Diversity) in Kunming, China, und Montreal 2022 verpflichtet haben. Ein ambitioniertes Ziel. Denn derzeit sind es im Mittelmeer nur 8,33 Prozent der Fläche, die geschützt sind

Kurzfristig sollen mindestens 10 Prozent als “strenge Schutzgebiete” ausgewiesen werden. Dafür braucht es rund 260 Millionen Euro. Anlässlich der „Our Ocean“-Konferenz, die vom 15. bis 17. April in Athen stattfand, sagten nun prominente Geldgeber, unter ihnen Fürst Albert II. von Monaco, ihre Unterstützung dieses ehrgeizigen Ziels in Höhe von insgesamt 60,8 Millionen Dollar (rund 57 Millionen Euro) zu.

Klimawandel, Verschmutzung und nicht nachhaltige Fischereipraktiken bedrohen die marine Artenvielfalt im Mittelmeer. Um die empfindlichen Ökosysteme zu erhalten, ist entschlossenes Handeln erforderlich. Dazu gehört die Einstellung der Grundschleppnetzfischerei und die Stärkung bestehender Meeresschutzgebiete wie des Pelagos-Schutzgebiets. Bei der Konferenz in Athen kam nun eine beträchtliche Spende von privaten und öffentlichen Geldgebern zusammen.



Prominente Unterstützer für das Mittelmeer

„Die Bemühungen um den Schutz des Mittelmeeres sind im Laufe der Jahre gewachsen, aber nicht schnell genug“, so Fürst Albert II. von Monaco, der die Unterstützung des Meeresschutzes durch seine Stiftung zusagte. „Im vergangenen Jahr haben sich die Länder verpflichtet, das globale ‘30x30’-Ziel zu erreichen. Wenn wir dieses ehrgeizige Ziel erreichen wollen, sind dringend Maßnahmen auf allen Ebenen erforderlich. Mit dieser Zusage rufen private und öffentliche Geber andere dazu auf, sich den Bemühungen anzuschließen. Wir verpflichten uns, bis 2030 auf einen effektiven Schutz von 30 % hinzuwirken, einschließlich eines strengen Schutzes von 10 %.”

Unter den prominenten Unterstützern ist auch die Unternehmerin und passionierte Wassersportlerin Dona Bertarelli: “Ich bin stolz darauf, Teil einer kollektiven Anstrengung zur Ausweitung des Mittelmeerschutzes zu sein, einer Region von immenser ökologischer Bedeutung und reicher biologischer Vielfalt. Mit der Einführung der ‚30x30‘-Finanzierungszusage sind wir uns einig in unserem Ziel, dafür zu sorgen, dass 30 Prozent des Mittelmeeres tatsächlich geschützt werden. Dieses Engagement beruht auf den Grundsätzen der integrativen Entscheidungsfindung und der Stärkung der lokalen Gemeinschaften, die für die nachhaltige Zukunft des Mittelmeeres von entscheidender Bedeutung sind. Indem wir mehr finanzielle Mittel für den Meeresschutz bereitstellen, investieren wir in solide, positive Naturschutzinitiativen, die sowohl die biologische Vielfalt als auch die lokalen Lebensgrundlagen schützen. Ich bin zuversichtlich, dass unser gemeinsamer Ansatz die weltweiten Bemühungen inspirieren und als Modell für den Schutz unschätzbarer natürlicher Ressourcen für kommende Generationen dienen wird.”

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Ben Goldsmith, Vorsitzender und Gründer des Conservation Collective: “Wir freuen uns, dass unser Budget für Meeresschutzprojekte im gesamten Netzwerk des Conservation Collective im Mittelmeerraum von Jahr zu Jahr wächst. Es gibt so viel zu tun.“


Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

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