Die erste Etappe der ARC Europe 2026 markiert den Beginn einer sechswöchigen Atlantiküberquerung, die die Flotte in drei Abschnitten zurück nach Europa führt. Die Transatlantik-Rally richtet sich an Segler, die entweder in Sint Maarten oder in Bermuda starten können, bevor sie gemeinsam den Atlantik überqueren. Wer alle drei Etappen absolviert, legt insgesamt 3.745 Seemeilen zurück.
Die Stimmung vor dem Start war entspannt und vorfreudig zugleich. Simon Janison aus Großbritannien, Skipper der „Surprise", hatte bereits im vergangenen Jahr an der ARC teilgenommen und kehrt nun mit der ARC Europe zurück. „Ich war letztes Jahr bei der ARC dabei, und es war fantastisch. In der KAribik hatte ich anschließend eine wirklich gute Zeit. Aber jetzt ist es Zeit, den Heimweg anzutreten", sagt Janison. Die Zwischenstopps würden die lange Fahrt über den Nordatlantik einfacher machen.
Die Flotte startete bei stabilen 13 bis 15 Knoten Wind aus west-südwestlicher Richtung - nahezu perfekt für den Kurs nach Norden in Richtung Bermuda. Die erste Etappe über 870 Seemeilen dauert in der Regel vier bis fünf Tage. Bei den aktuellen Windverhältnissen sollte die Flotte gute vorankommen.
Allerdings können unterwegs Tiefdrucksysteme für anspruchsvolle Bedingungen sorgen. Genau aus diesem Grund entscheiden sich viele Segler für eine Rally wie die ARC Europe. Die Unterstützung durch den World Cruising Club und die Tatsache, dass man gemeinsam mit anderen Yachten unterwegs ist, vermitteln ihnen ein größeres Sicherheitsgefühl.
Mark Wojtania aus den USA, Skipper der „Copernicus Star", beschreibt die Beweggründe für die Teilnahme an der Rally: „Wir fühlten uns etwas unsicher, zum ersten Mal einen ganzen Ozean alleine zu überqueren. Bei der ARC Europe mitzusegeln, fühlte sich einfach sicherer an. Ich weiß, dass die Sicherheitsstandards großartig sind und es eine großartige Gemeinschaft unter den Crews gibt", sagt Wojtania.
Die sozialen Aspekte der Rally spielen in der Tat für viele Teilnehmer eine zentrale Rolle. Die Crews lernen sich unterwegs kennen und bauen Verbindungen auf, die oft ein Leben lang halten. „Wir lernen langsam alle kennen, und einige Leute in dieser Flotte sind bereits Freunde fürs Leben geworden", betont Wojtania.
Neben den Sicherheitsaspekten profitieren die Teilnehmer von einem umfangreichen Landprogramm, das der World Cruising Club an jedem Zielhafen organisiert. In Sint Maarten standen bereits Sundowner-Drinks, eine Inseltour und ein gemeinsames Barbecue auf dem Programm. An den kommenden Stopps in Bermuda und später in Europa erwarten die Segler weitere Touren und gesellschaftliche Events.
Paul Tetlow, Geschäftsführer des World Cruising Club, sagt:
Wir freuen uns, die Teilnehmer bei ihrer Atlantiküberquerung zu unterstützen, wo sie zweifellos lebenslange Erinnerungen schaffen werden.”
Die Flotte setzt sich aus Seglern mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen zusammen. Einige waren schon bei der World ARC, ARC oder ARC+ dabei. Andere Teilnehmer erleben zum ersten Mal, was eine solche organisierte Atlantiküberquerung bedeutet.
Die Rally-Teilnehmer stehen erst am Anfang ihres sechswöchigen Abenteuers. Jeder Zielhafen verspricht eigene, einzigartige Erfahrungen. Nach Bermuda führt die Route weiter ostwärts über den Atlantik, bevor die Flotte Anfang Juni in Europa eintrifft.
Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, Sicherheit durch professionelle Organisation und dem sozialen Miteinander macht die ARC Europe zu einer besonderen Form der Atlantiküberquerung. Für viele Teilnehmer ist es die erste große Ozeanüberquerung, für andere eine willkommene Gelegenheit, in Gesellschaft gleichgesinnter Segler nach Europa zurückzukehren.

Textchef YACHT