AbenteuerNordwestpassage mit einer Bavaria

Johannes Erdmann

 · 26.09.2011

Abenteuer: Nordwestpassage mit einer BavariaFoto: Uwe Petraschek

Viele Expeditionen scheiterten daran, den Weg durchs Eis zu finden. Nun gelang es zwei Sachsen – auf einem Serienboot aus GFK

Sie wirkt fehl am Platz, einfach exotisch. Eine Charteryacht vom Mittelmeer mit all den üblichen Kennzeichen: Bimini, Gangway am Heck, Rollgroßsegel. Dahinter Eisberge, Eisbären und Eskimos. Zwei Sachsen aus dem kleinen Ort Groitzsch sind mit ihrer Bavaria 44 ans Ende der Welt gesegelt – durch die eisige Nordwestpassage.

"Wir kannten halt nichts anderes als Bavarias, weil wir die früher immer gechartert haben", erklärt Uwe Petraschek, 47, im YACHT-Interview, "und das Schiff hat all das Eis, eine Strandung und viele Stürme wirklich gut weggesteckt." Die Fotos, die das Abenteuer belegen, liegen ausgebreitet auf dem Cockpittisch, als wir die zweiköpfige Crew in Seedorf auf Rügen besuchen. Auf einigen ist die "Perithia" in Eis und Schnee zu sehen, ein paar Fotos weiter unter Palmen in den Tropen. Eine ganze Weltumsegelung liegt im Kielwasser, nur zweieinhalb Jahre haben sie dafür gebraucht. "Eigentlich sollte die Reise noch schneller verlaufen", erklärt Petrascheks Frau Kathrin, 44, "aber dann gab es die Probleme bei unserer Einreise in Russland."

  Die Weltumsegler erklären ihre Route durch die NordwestpassageFoto: M. Amme/YACHT
Die Weltumsegler erklären ihre Route durch die Nordwestpassage

Geschichten von Eisbären reihen sich den ganzen Nachmittag über an Abenteuergeschichten mit Piraten. Das Paar hat viel erlebt und zu berichten. Von einer ereignisreichen Segelreise und einem der letzten, verbleibenden Abenteuer unter Segeln: der Nordwestpassage.

  Die "Perithia" kämpft sich durch die stürmische BeringseeFoto: Uwe Petraschek
Die "Perithia" kämpft sich durch die stürmische Beringsee

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