Drei Unternehmen wollen künftig den Pantalán del Mediterráneo im Hafen von Palma betreiben. Neben dem bisherigen Konzessionär Amarres Deportivos haben auch Tanit Ibiza Port und La Azulona 2023 Angebote bei der Hafenbehörde der Balearen (APB) eingereicht.
Der Pantalán del Mediterráneo liegt am Paseo Marítimo von Palma gegenüber dem Edificio Mediterráneo und ist auf größere Yachten ausgelegt: Nach Angaben des derzeitigen Betreibers stehen dort 61 Liegeplätze für Boote und Yachten zwischen 15 und 120 Metern Länge zur Verfügung. Die ausgeschriebene Konzession umfasst insgesamt 21.379 Quadratmeter öffentliche Hafenfläche. Vorgesehen ist eine Laufzeit von maximal acht Jahren. Die jährliche Mindestgebühr für die Nutzung der Fläche beträgt 452.442,08 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
Amarres Deportivos ist derzeitiger Betreiber des Pantaláns und bewirbt sich damit um eine Fortsetzung der Konzession. Das Unternehmen betreibt außerdem Teile des Moll Vell in Palma. Die APB hatte einen Antrag auf Verlängerung der bisherigen Konzession bereits 2023 abgelehnt. Im Juni 2026 bestätigte die Hafenbehörde die Entscheidung und brachte die Neuvergabe auf den Weg.
Der zweite Bewerber, Tanit Ibiza Port, gehört zum Umfeld der Unternehmensgruppe IPM Group. Diese betreibt unter anderem Marina Port de Mallorca, Marina Ibiza und Marina Port Mahón sowie mehrere weitere nautische Anlagen und Werften auf den Balearen.
Mit La Azulona 2023 tritt außerdem ein vergleichsweise junger Betreiber an. Das Unternehmen übernahm 2024 die Konzession für die 391 Liegeplätze an der Nordseite des Hafens von Maó. Die Gesellschaft wird von Alejandro Entrecanales Marsans geführt. Für die Konzession in Maó war eine umfassende Modernisierung der Anlagen mit Investitionen von mehr als 8,8 Millionen Euro vorgesehen.
Die APB hat die eingereichten Unterlagen zunächst geprüft und alle drei Bewerber zum weiteren Verfahren zugelassen. Inzwischen wurden auch die technischen Konzepte und Betriebsvorschläge geöffnet. Diese werden nun von einer Fachkommission bewertet. Anschließend soll die wirtschaftliche Seite der Angebote geöffnet und ausgewertet werden.

Redakteurin Reise
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