PalmaDrei Bewerber für die Marina Pantalán del Mediterráneo

Jill Grigoleit

 · 20.09.2026

Palma: Drei Bewerber für die Marina Pantalán del MediterráneoFoto: Adobe Stock / Dmitrii
Für den Yachthafen Pantalán del Mediterráneo an der Uferpromenade Paseo Marítimo in Palma de Mallorca wird ein neuer Betreiber gesucht.

Drei Unternehmen wollen künftig den Pantalán del Mediterráneo im Hafen von Palma betreiben. Neben dem bisherigen Konzessionär Amarres Deportivos haben auch Tanit Ibiza Port und La Azulona 2023 Angebote bei der Hafenbehörde der Balearen (APB) eingereicht.

Der Pantalán del Mediterráneo liegt am Paseo Marítimo von Palma gegenüber dem Edificio Mediterráneo und ist auf größere Yachten ausgelegt: Nach Angaben des derzeitigen Betreibers stehen dort 61 Liegeplätze für Boote und Yachten zwischen 15 und 120 Metern Länge zur Verfügung. Die ausgeschriebene Konzession umfasst insgesamt 21.379 Quadratmeter öffentliche Hafenfläche. Vorgesehen ist eine Laufzeit von maximal acht Jahren. Die jährliche Mindestgebühr für die Nutzung der Fläche beträgt 452.442,08 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Die Bewerber: drei erfahrene Betreiber

Amarres Deportivos ist derzeitiger Betreiber des Pantaláns und bewirbt sich damit um eine Fortsetzung der Konzession. Das Unternehmen betreibt außerdem Teile des Moll Vell in Palma. Die APB hatte einen Antrag auf Verlängerung der bisherigen Konzession bereits 2023 abgelehnt. Im Juni 2026 bestätigte die Hafenbehörde die Entscheidung und brachte die Neuvergabe auf den Weg.

Der zweite Bewerber, Tanit Ibiza Port, gehört zum Umfeld der Unternehmensgruppe IPM Group. Diese betreibt unter anderem Marina Port de Mallorca, Marina Ibiza und Marina Port Mahón sowie mehrere weitere nautische Anlagen und Werften auf den Balearen.

Mit La Azulona 2023 tritt außerdem ein vergleichsweise junger Betreiber an. Das Unternehmen übernahm 2024 die Konzession für die 391 Liegeplätze an der Nordseite des Hafens von Maó. Die Gesellschaft wird von Alejandro Entrecanales Marsans geführt. Für die Konzession in Maó war eine umfassende Modernisierung der Anlagen mit Investitionen von mehr als 8,8 Millionen Euro vorgesehen.

Entscheidung in Palma steht noch aus

Die APB hat die eingereichten Unterlagen zunächst geprüft und alle drei Bewerber zum weiteren Verfahren zugelassen. Inzwischen wurden auch die technischen Konzepte und Betriebsvorschläge geöffnet. Diese werden nun von einer Fachkommission bewertet. Anschließend soll die wirtschaftliche Seite der Angebote geöffnet und ausgewertet werden.


Auch interessant:

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

Meistgelesen in der Rubrik Reisen