ÜberführungDurch die Kanäle ins Mittelmeer

Andreas Fritsch

 · 14.02.2010

Überführung: Durch die Kanäle ins Mittelmeer
Immer mehr Crews fahren auf eigenem Kiel den Weg gen Süden. Eigner, die es gewagt haben, geben Tipps für die besten Routen und die Vorbereitung

Welcher Ostsee-, Nordsee- oder Binnensegler mit eigner Kielyacht hat nach einem verregneten Sommer nicht schon einmal davon geträumt: Eine ganze Saison im Warmen segeln, mediterranes Ambiente, glasklares Wasser. Wer sich für den Revierwechsel entscheidet, muss eine Strecke von rund 2.000 Kilometern und knapp 200 Schleusen richtig vorbereiten.

Und die Aspekte der Planung sind vielschichtig: Es gibt durchaus unterschiedliche Routen, die ihren jeweiligen Charakter haben, etwa bei der Frage ob man den Rhein mit seiner Strömung lieber auslassen will oder nicht. Auch die Dauer ist für viele, vor allem Binnenwasserstraßen-unerfahrene Eigner schwer abzuschätzen. Drei Wochen, vier, oder gar noch mehr? Und was erwartet einen eigentlich in den Schleusen, und vor allem — wie viele? Wie teuer ist so eine Überführung im Vergleich zum Transport per Lkw oder als Decksfracht mit stehendem Mast?

Natürlich bieten zahlreiche Revierführer die wichtigsten Infos in jeglicher Form, listen Häfen, Abschnitte, Schleusen und Tankstellen auf. Aber was man in ihnen nicht findet, sind die Tipps von Seglern, die die Strecke hinter sich gebracht haben. Wir haben fünf Crews befragt, die in den letzten Jahren, teils mehrfach, die Überführung gewagt haben. Von ihnen erfährt man dann etwa, dass fast alle Crews die Dauer für den Törn drastisch unterschätzen. Oder dass ein Großteil empfiehlt, den Mast per Lkw zu verschicken — was übrigens gar nicht so teuer ist. Und dass die Wassertiefen mancher Kanäle stark variieren. Oder Tipps, wie man möglichst schnell den Schleusen-Marathon im Vogesen-Kanal schafft.

In der neuen YACHT Nr. 5/10 haben wir die wichtigsten Eckdaten und Insider-Tipps zusammengestellt.

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Andreas Fritsch

Andreas Fritsch

Freier Autor

Andreas Fritsch segelte seit Kindesbeinen an, erst mit der Jolle, später mit eigenen Kielschiffen auf der Elbe und der Ostsee. Ab 1997 arbeitete er für die YACHT, ab 2001 schwerpunktmäßig im Bereich Reise und Charter. Er war in fast allen Revieren weltweit unterwegs und gilt als Charter-Experte. Er hat zwei Revierführer für das Mittelmeer geschrieben. Seit einigen Jahren segelt er mit einem GFK-Klassiker vom Typ Grinde auf der Ostsee und arbeitet aktuell als Freier Autor für YACHT und BOOTE.

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