In der Abgeschiedenheit der umtosten norwegischen Insel Utsira traf sich YACHT-Autor Peter Sandmeyer mit Arved Fuchs und Hauke Trinks, um mit ihnen über ein ganz besonderes Phänomen zu sprechen: das Segeln im Winter. „Ich wundere mich immer, wie frühzeitig in Deutschland die Schiffe aus dem Wasser genommen werden,“ sagt Abenteurer Fuchs. Tatsächlich dauert die Saison etwa in den Niederlanden oder in Norwegen häufig zwölf Monate im Jahr. Dabei herrsche zum Beispiel auf der Ostsee „im Januar sicher nicht immer klirrende Kälte“, sagt Fuchs, dann sei ein Törn „doch wunderschön“.
Aber was ist nur dran? Kälte, Schnee und Eis, das sollen die Rahmenbedingungen für genussvolle Reisen sein? Aber sicher, entgegnen diejenigen, die es wissen müssen. Forscher Hauke Trinks etwa schwärmt: „Diese Erfahrung bereichert. Man erlebt eine Einsamkeit und eine Nähe zur Natur, die es im Sommer nicht gibt und die elementare Freude auslöst.“
Fuchs und Trinks haben viele Erfahrungen in den hohen Breiten gesammelt; aber auch in heimischen Revieren tummeln sich winters zunehmend Segler auf dem Wasser. Andreas Hülsenberg etwa ist davon ein ausgewiesener Fan. Der Stellvertretende Vorsitzende der Hochseesegler-Vereinigung Trans-Ocean befährt von Cuxhaven aus bei jedem Wetter die Elbmündung und segelt zu den Nordseeinseln. Er genießt es, wenn die Leute an Land ihm fragend hinterhersehen: „Was sind das denn für Verrückte?“
Dieses Trio berichtet in der YACHT von den ungeheuren Reizen winterlicher Törns – und wer auf den Appetit gekommen ist, bekommt dazu jede Menge Tipps, wie eine solche Reise unter ganz besonderen Bedingungen gelingt.