Wer von der ankernden Yacht trocken an Land kommen will, der braucht ein Dingi. Neben der reinen Transportfunktion dient es – auch ohne Motor – zudem als willkommenes Spielgerät für den Nachwuchs. Solange der Tender aufgebaut hinter der Yacht dümpelt, gibt es kaum Probleme. Aber wohin damit, wenn die Reise weitergehen soll? Schnell wird aus dem eben noch so praktischen Beiboot störrisches und störendes Beiwerk.
Klar, bei einem Schlauchboot kann man einfach die Luft ablassen und es unter Deck verstauen. Aber dazu muss es erst einmal an Deck und abtrocknen. Außerdem geht der Spaß abends in der nächsten Bucht von vorn los: aufpumpen, über Bord hieven und den Motor anschrauben.
Viele Skipper lassen ihren Gummitender daher entweder gleich in der Backskiste oder schleppen ihn den Sommer über hinter der Yacht her. Beides ist nicht unbedingt die Optimallösung. Wer über eine Garage oder Davits verfügt, ist natürlich fein raus: Stropps angeschlagen, dichtgeholt, und schon ist das Dingi aus dem Weg.
Aber auch ohne aufwändige Heckkonstruktionen oder Kranarme lässt sich ein Schlauchboot auf den meisten Yachten am Spiegel lagern. Ob hochkant oder quer, hängt von den Gegebenheiten an Bord ab. Eine andere Möglichkeit ist es, den Tender auf dem Vorschiff festzulaschen – denn wo genügend Platz zum Aufbauen ist, kann das Boot auch gestaut werden. Aber wohin damit im Hafen? Schließlich versperrt es nicht nur den Weg an Land, sondern blockiert auch das Vorluk.
Soll der Tender nachgeschleppt werden, kommt es auf die passende Leinenlänge an. Ungünstig eingestellt, wird das Dingi zum Schleppanker und bremst die mühsam getrimmte Yacht unnötig aus. Aber nicht nur beim Schleppen und Stauen kann man sich das Leben erleichtern, schon das Heben des Beiboots von und an Bord gelingt mit ein paar Kniffen besser.

Redakteur Test & Technik