MarinasLiegeplatz-Reservierung per App: große Marktübersicht

Jochen Rieker

 · 01.06.2021

Marinas: Liegeplatz-Reservierung per App: große MarktübersichtFoto: YACHT/A. Lindlahr
Wo unterkommen? Wenn die Marinas am Nachmittag voll werden, kann die Suche nach einem Platz mühsam werden. Anbieter von Reservierungs-Apps wollen genau da helfen
Die digitale Revolution erreicht die Häfen. Wie Buchungsportale die Suche nach einer freien Box erleichtern – und warum der Durchbruch erst noch bevorsteht

Eigentlich ist es ein Wunder, dass die Vorabbuchung eines Liegeplatzes im Gasthafen nicht längst Standard geworden ist. In einer Zeit, in der man Flüge, Hotels, Mietwagen und sogar den wöchentlichen Einkauf problemlos mit dem Smartphone ordern kann, ist dies bei der Suche nach einer Box fürs Boot noch keinesfalls Usus.

Dabei würde es all das Hoffen, Bangen und schließlich auch die Ungewissheit bei der abendlichen Hafenparade entlang an allen Stegen ersparen. In Marinas mit Heckdalben oder Fingerstegen fiele auch das Abschätzen weg, ob es mit der Breite hinhaut, weil die App ja weiß, wie groß die noch freien Plätze sind und wie lang, breit und tief das eigene Schiff.

Es mangelt also keinesfalls an Argumenten für so einen Dienst. Und auch Anbieter gibt es reichlich. Mehr als zwei Dutzend werben meist wortreich für ihren Service. Doch nicht alle antworteten auf die Erhebung der YACHT. Und von den etablierteren ist noch keiner dabei, das nächste Booking.com für Segler zu werden – zu regional meist die Verbreitung, zu jung die Unternehmen. Die meisten darf man zur Gattung der hoffnungsvollen Internet-Start-ups zählen. Einige sind durch Investoren finanziert; die Schweizer App Boatpark zum Beispiel, die zu den arrivierteren Anbietern zählt, gewann bei der TV-Show "Höhle der Löwen" Unterstützung und Fremdkapital.

Was die Apps auszeichnet, wie die Technologie funktioniert und warum sie im Zusammenspiel mit intelligenten, per Funk vernetzten und mit Bewegungssensorik ausgestatteten Liegeplatz-Tafeln für noch bessere Auslastung in den Sportboothäfen sorgen könnten, das schildert die große Marktübersicht in der neuen Ausgabe der YACHT.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Heft 12/2021 erscheint am Mittwoch, den 2. Juni, an allen gut sortierten Kiosken. Sie können aber auch bequem direkt bestellen – bitte hier klicken!

Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

Meistgelesen in der Rubrik Reisen