HollandKurioses Schifffahrtshindernis

Pascal Schürmann

 · 05.07.2016

Holland: Kurioses SchifffahrtshindernisFoto: KNRM
Havariertes Binnenschiff auf dem IJsselmeer
Vor Stavoren ragt seit gestern das Ruderhaus eines Binnenschiffs aus dem IJsselmeer. Der Frachter hatte Wasser übernommen und war gesunken

Die Havarie ereignete sich Dienstagmittag zirka vier Seemeilen vor der friesischen IJsselmeerküste in Höhe Stavorens. Bei Windstärke 6 aus West schlugen offenbar derart viele Wellen über, dass das immerhin 110 Meter lange belgische Binnenschiff schließlich sank.

Da das IJsselmeer an der Unglücksstelle nur wenige Meter tief ist, setzte das Schiff rasch auf. Das Steuerhaus samt der angrenzenden Wohnung der Schifferfamilie am Heck des Frachters blieb oberhalb der Wasserlinie. Rund 100 Meter entfernt ragt zudem der Signalmast am Bug des Schiffs einsam aus den Fluten.

Die dreiköpfige Crew wurde kurz nach dem Unglück unversehrt von der niederländischen Seenotrettungsgesellschaft abgeborgen. Da auf dem Aufbau am Heck des Frachters zwei Pkw stehen, sieht es nun aus einiger Entfernung so aus, als ob mitten auf dem IJsselmeer zwei Autos parken würden.

Die Schifffahrt sollte in dem betroffenen Bereich vor Stavoren aufmerksam navigieren und sich gut von dem Havaristen freihalten. Wann dieser freigeschleppt beziehungsweise geborgen wird, darüber liegen noch keine Informationen vor.

Artikel teilen:
Pascal Schürmann

Pascal Schürmann

Textchef YACHT

Pascal Schürmann hat 2001 bei der YACHT in Hamburg als Textchef angeheuert. Den Umgang mit Pinne und Schot lernte er als Jugendlicher in der Wanderjolle auf dem Sneeker Meer sowie auf dem Dickschiff auf dem IJsselmeer. Während und nach dem Studium folgten Törns auf der Ostsee und im Mittelmeer. Als gelernter Wirtschaftsjournalist kümmert er sich zudem um Bootsfinanzierungs- und Yachtversicherungsberichte, hegt aber auch ein Faible für Blauwasserthemen.

Meistgelesen in der Rubrik Reisen