Wetter MittelmeerDie Bora, schön und schrecklich zugleich

Lars Bolle

 · 02.04.2018

Wetter Mittelmeer: Die Bora, schön und schrecklich zugleichFoto: YACHT/B. Scheurer
Eine Charterflotte wird Anfang Oktober vor dem Hafen von Biograd von einer Bora überrascht
Der böige Adria-Wind mit Sturmpotenzial sollte keinesfalls unterschätzt werden. Tipps zur Früherkennung und zum richtigen Verhalten

Die östliche Adria ist eine wahre Perle unter den Mittelmeerrevieren – auch dank der zuverlässigen thermischen Winde, des ruhigen Seegangs und der Badetauglichkeit der Gewässer. Doch ab und zu zeigt sie ihre andere Seite, überrascht mit heftigen Gewittern und Wasserhosen. Oder mit einem starken und äußerst böigen Wind, der den Küstensegler von Land her überfällt – aus einer Richtung also, aus der man sonst nur die sanfte Landbrise der Nacht- und Morgenstunden kennt. Dieser Überfall aus dem Hinterland heißt Bora.

"Die Bora ist eine Frau", lautet ein kroatisches Sprichwort. Meint: herrlich anzusehen, aber unberechenbar. Der erste Eindruck von ihr besteht aus schönem Wetter mit ungewöhnlich tiefblauem Himmel. Die Fernsicht ist so berauschend, dass man das Revier geradezu umarmen möchte angesichts dieser Postkarten-Farben. Doch der Schein trügt: Unvermittelt fallen Böen ein, heftig bis hin zur Sturmstärke, von November bis März gar bis zur Orkanstärke. Innerhalb weniger Seemeilen legen diese Böen um 2 bis 5 Beaufort zu oder flauen ab.

Im großen YACHT-Report in Ausgabe 8/2018 erklärt Meteorologe Dr. Michael Sachweh, wie die Bora entsteht, wie man sie frühzeitig erkennt und man sich verhält, wenn man in eine Bora gerät. Dazu: die berüchtigten Bora-Schneisen Kroatiens und sichere Rückzugsorte.

Eine Übersicht über die besten Bora-Warndienste finden Sie hier...

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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