NewsKroatien: Das Chaos regiert

Andreas Fritsch

 · 17.03.2005

Regierung nimmt völlig überraschend Ausnahmeregelungen zurück

Seit Monaten erzürnt Kroatien mit seinen Nutzungseinschränkungen für Eigner von Yachten das Gros der deutschen Segler mit Liegeplatz an der Adria. Die dürfen ihre Boote nämlich ab diesem Jahr nicht mehr mit so vielen Gästen nutzen wie es ihnen gefällt:

Denn zur Saisonbegin muss eine Liste mit den Namen der Mitsegler für das Jahr abgegeben werden, und deren Anzahl ist auf die doppelte zugelassene Personenzahl plus 30 Prozent auf Sonderantrag begrenzt.

Für Eignergemeinschaften und Vereinsyachten, auf denen jedes Jahr Dutzende von unterschiedlichen Crewmitgliedern unterwegs sind war dies praktisch das aus für die Nutzung der eigenen Yacht. Bis vor wenigen Wochen das zuständige Ministerium in Zagreb auf Nachfrage der YACHT eine Ausnahmeregelung ankündigte: Vereinsyachten sollten auf Antrag bei einer kroatischen Botschafter in ihrer Nähe von der Personenbegrenzung befreit werden, Eignergemeinschaften sollten pro Eigner die Obergrenze von doppelter Kojenzahl plus 30 ausschöpfen können.

Diese Befreiungen nahm der zuständige Staatssekretär Robert Bacac gegenüber YACHT Kroatien-Korrespondent Karl-Heinz Beständig völlig überrschend und ohne weitere Begründung zurück! Es gebe keine Ausnahmen von der gesetzlichen Verordnung, und in der fehlen Hinweise auf Eignergemeinschaften und Vereinsyachten völlig.

Nach seinen Angaben wäre das außerdem nach dem ständigen Schlingerkurs der Regierung seit das neue Gesetz für die Nutzung von Sportbooten im Februar erschienen ist, die endgültige Entscheidung. Ein harter Schlag für alle Eignergemeinschaften und Vereine an der kroatischen Adria, die nun ernstlich erwägen müssen, ihre Schiffe aus dem Revier abzuziehen.

Wichtiger Hinweis:

Der bislang letzte Stand der kroatischen Verordnung zur Nutzung von Sportbooten kann an dieser Stelle heruntergeladen werden.

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