KaribikVenezuela bleibt gefährlich – BSH warnt deutsche Skipper

Christian Tiedt

 · 07.01.2026

Karibik: Venezuela bleibt gefährlich – BSH warnt deutsche SkipperFoto: dpa; pa
Transportierte den gefangenen Präsidenten Maduro: USS „Iwo Jima“, hier im Dezember auf den U.S. Virgin Islands.
​Das BSH warnt deutsche Skipper: Vor der Küste Venezuelas herrscht nach der Gefangenname Nicolás Maduros durch US-Spezialeinheiten zwar angespannte Ruhe. Doch das Befahren der Gewässer bleibt mit Gefahren verbunden.

Gewöhnlich sind es Hurricanes, die in der Karibik für Ausnahmezustand sorgen. Doch seit Herbst vergangenen Jahres haben sich auch andere Sturmwolken über der Meeresregion zwischen Nord- und Südamerika zusammengezogen - in Form des stetig stärker eskalierten Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela.

Gefangennahme von Nicolás Maduro

Was mit tödlichen amerikanischen Angriffen auf Schnellboote vermeintlicher Drogenkuriere venezolanischer Kartelle und einer Seeblockade gegen Ölexporte, inklusive Beschlagnahme eines Tankers der Schattenflotte begann, fand seinen bisherigen Höhepunkt in der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau durch amerikanische Spezialeinheiten.

Angespannte Ruhe in der Region

Vor der Küste Venezuelas herrscht seit dem angespannte Ruhe: Zum einen, weil sich die USA mit Blick auf die aktuelle politische Entwicklung in Venezuela auch weiteres militärisches Vorgehen vorbehalten und dazu mit der U.S. Navy weiter massive Präsenz zeigen, zum anderen, weil US-Präsident Donald Trump mit Kolumbien, Kuba und Mexiko inzwischen auch weiteren Anrainerstaaten der Karibik gedroht hat – vom bereits zuvor geäußerten Interesse an der Kontrolle des Panamakanals ganz abgesehen. Die verstärkte

Vorsicht vor der Küste von Venezuela

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrogaphie hat auf die zahlreichen Zwischenfälle und die insgesamt „volatile Sicherheitslage“, die auch Piraterie und Bandenkriminalität erleichtert, bereits reagiert. Mit dem Verkehrsministerium wurde für Schiffe unter deutscher Flagge in Venezuelas 24-Seemeilen-Zone die SOLAS-Gefahrenstufe 2 ausgerufen. Das Gleiche gilt für die Küstengewässer der östlichen Nachbarländer Guyana, Suriname und Französisch-Guyana.

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Die SOLAS-Gefahrenstufe 2

Bei der SOLAS-Gefahrenstufe 2 handelt es um die zweite von drei Stufen, die unter anderem erhöhte Wachsamkeit empfiehlt, besonders vor Anker. Ebenso sollten Navigations- und Kollisionsverhütungssysteme regelmäßig überprüft werden. Die Veröffentlichung erfolgte in den amtlichen Nachrichten für Seefahrer (NfS) 51-52/2025.

Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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