ReiseLiparische Inseln: Segeln auf dem Pulverfass

Ursula Meer

 · 11.07.2022

Reise: Liparische Inseln: Segeln auf dem PulverfassFoto: Dominik Bertschat

Malerische Ankerbuchten und Orte, milde See – aber auch launische Winde und fauchende Vulkane: Ein Törn zu den Liparischen Inseln hat Abenteuerpotenzial

Aktive Vulkane, eine verstreute Inselwelt, farbenfrohe kleine Orte und ihnen zu Füßen die ganze Palette mediterraner Wasserfarben – eine Reise zu den Liparischen Inseln fügt dem Erinnerungsalbum einmalige Bilder hinzu.

  Vorbildliche Vulkanform: Der berühmte Stromboli ist weithin sichtbar ...Foto: KIM REISE
Vorbildliche Vulkanform: Der berühmte Stromboli ist weithin sichtbar ...

Hoch und steil ragen die sieben Inseln vor der Küste Siziliens aus dem Tyrrhenischen Meer empor. Die bekannteste unter ihnen, Stromboli, lässt stetig Dampf aus ihrem Vulkankrater ab – ein einzigartiges Schauspiel. Zugegeben: Unter Seglern genießen die Inseln keinen allzu guten Ruf, warten sie doch mit launischen Winden, kaum sicheren Häfen und im Sommer drangvoller Enge in Ankerbuchten auf. Aber das muss nicht immer so sein.

  ... nicht zuletzt, weil er dauernd Dampf ablässtFoto: Markus Kieppe
... nicht zuletzt, weil er dauernd Dampf ablässt

Wer die Gunst der Vor- oder Nachsaison nutzen kann, kann in Ruhe einsame Ankerbuchten erkunden und in den Städten des Archipels in engen Gassen schlendernd italienische Lebensart genießen. Langweilig wird das nie, denn jede der Inseln hat ihren eigenen Stil und Charakter.

Auf Vulcano dampft allenthalben Schwefel aus der Erde – für das Auge schön, der Geruchssinn indes leidet. Lipari, kleine Metropole des Archipels, gibt sich bunt und fröhlich und in engen Gassen auch mal intim, wenn beim Flanieren Unterwäsche über dem Kopf in der Sonne weht oder Klospülungen rauschen. Cafés und Läden laden zum Flanieren und Probieren ein, ein Museum am imposanten Kastell zu einer Reise in die bewegte Geschichte der Inseln.

Panarea schmiegt sich in raues Gestein. Im Hochsommer trifft sich hier, was Rang und Namen hat. Doch der Luxus fügt sich in die vorhandene Architektur ein. Weiße Häuser mit blauen Türen und Fensterläden, bunte Blumenpracht und immer wieder der Blick auf das glitzernde Meer mit Ankerliegern, Fischern und Vulkanen in der Ferne bestimmen das Bild.

  Atemberaubende Ausblicke bei einer Wanderung auf PanareaFoto: Marcus Kieppe
Atemberaubende Ausblicke bei einer Wanderung auf Panarea

Stromboli, das eigentliche Highlight der Reise, gibt sich vorübergehend unzugänglich, Salina dafür umso gastoffener. Die grünste der "Sieben Schwestern", wie die Liparischen Inseln auch genannt werden, blüht allenthalben in kleinen Gärten mit üppigen Pflanzen. An der Uferpromenade duftet es nach Rosen, Frangipani und Jasmin. Die frischen Farben setzen sich in den schmalen Gassen fort, an Hauswänden und in den Auslagen der kleinen Lädchen mit Schmuck, Kunst, Kleidung und süßen Delikatessen.

Wir haben von Sizilien aus die Inseln besucht und dabei manche olfaktorische Überraschung erlebt, unerwartete Naturschauspiele, Wanderungen mit spektakulären Ausblicken und gastronomische Highlights. Windkapriolen und andere Hindernisse machten den Törn zu einem unerwarteten, kleinen Abenteuer.

Den ganzen Bericht über die abwechslungsreiche Reise zu den Liparischen Inseln mit Tipps zu Navigation, Ankerplätzen und Charter lesen Sie in der YACHT (Heft 15/2022); ab sofort im Zeitschriftenhandel und als Digitalausgabe in der YACHT-App erhältlich oder direkt hier bestellbar.

Downloads:

Meistgelesene Artikel