Die Liparischen Inseln, auch als Äolische Inseln bekannt, befinden sich nördlich von Sizilien im Tyrrhenischen Meer. Die Gruppe umfasst sieben Hauptinseln: Lipari, Stromboli, Vulcano, Salina, Filicudi, Alicudi und Panarea. Lipari ist die größte Insel mit 37 Quadratkilometern und die Inselgruppe zählt etwa 12.700 Einwohner. Die Küstenlinie der 90 Kilometer langen Inselkette ist durch Buchten und Klippen geprägt.
Die der sizilianischen Küste am nächsten gelegene der Liparischen Inseln Inseln ist Vulcano. Von ihr betragen die Distanzen nach Capo d’Orlando im Südwesten rund 16 Seemeilen und nach Milazzo im Südosten rund 17 Seemeilen. Von den drei zentralen Inseln (von Süden nach Norden) Vulcano, Lipari und Salina liegen Stromboli im Nordosten des Archipels etwa 23 Seemeilen und Alicudi im Westen etwa 25 Seemeilen entfernt.
Diese Inseln sind von vulkanischem Ursprung und Teil eines seit etwa 260.000 Jahren aktiven Subduktionssystems. Der Vulkan Stromboli ist bekannt für seine anhaltenden Eruptionen, die als strombolianische Aktivität bezeichnet werden. Auch Vulcano zeigt anhaltende vulkanische Aktivität mit Schlammbecken und heißen Quellen. Dies macht die Inseln zu einem interessanten Forschungsgebiet für Geologen.
Die Inseln verbinden sizilianisches Erbe mit einem touristischen Einfluss. Attraktionen umfassen archäologische Stätten und traditionelle Architektur auf Lipari. Der Tourismus ist vor allem im Sommer bedeutend, mit einem Fokus auf Wandern und nautischen Aktivitäten. Mehrere Yachthäfen bieten Chartermöglichkeiten für Segler. Neben dem Tourismus sind auch Fischerei und Weinproduktion, insbesondere auf Salina, wirtschaftlich wichtig.
Im Sommer weht ein schwacher Nordwestwind, der Tramontana. Kap- und Düseneffekte sowie Flauten sind im Bereich der Inseln üblich. Der Schirokko kann jedoch plötzlich Starkwind mitbringen. Zwischen Mai und Oktober steigen die Temperaturen über 20 Grad, in den Sommermonaten oft über 30 Grad. Bei Stürmen bieten nur Salina und Lipari Schutz. Skipper sollten bei ungünstigen Vorhersagen Schutz an der kalabrischen oder sizilianischen Küste suchen.
Die Inseln liegen bei normalen Bedingungen in Sichtweite und die umgebenden Gewässer sind durchgehend tief, was die Navigation erleichtert. Aufgrund des steil ansteigenden Meeresgrunds sind Ankerplätze jedoch schmal und meist steinig, eine Trippleine wird daher empfohlen. In Buchten und Häfen ist mit Schwell zu rechnen.