An vielen schönen Stellen ist es so, dass zwar viel Platz vorhanden ist, aber kein Liegeplatz. In Monaco ist es genau umgekehrt – dort besteht mehr als die Hälfte der gesamten Küstenlinie aus Häfen, mehr oder weniger.
Dazu muss aber festgehalten werden, dass das altehrwürdige Fürstentum von der einen Landgrenze zur anderen (beide zu Frankreich) entlang des Mittelmeers gerade einmal drei Kilometer misst. Wenn man davon die Plage du Larvotto abzieht – ein Strand muss schließlich sein –, lässt das dennoch Raum für zwei mit Molen geschützte ehemalige Naturhäfen. Auch wenn sie längst so eng umbaut sind, wie es die überschaubare Fläche monegassischen Territoriums erwarten lässt.
Diese Enge wird noch dadurch gesteigert, dass das Land vom Wasser weg steil ansteigt. Wie die Ränge eines Amphitheaters ziehen sich die hellen Fassadenreihen dramatisch an den Hängen empor. Doch gerade so entsteht das spektakuläre Panorama, das Monaco von See her bietet – und vom Port Hercule aus, dem Yachthafen zu Füßen dieser Pracht.
Hier einen Platz zu ergattern erfordert unter anderem Glück. Und selbst das hat seinen Preis. Doch wer würde bei dieser Lage nicht verstehen, dass etwas andere Spielregeln gelten?

Ressortleiter Reise