WahrzeichenFlensburg künftig ohne "Schwiegermutter"

Lasse Johannsen

 · 11.01.2010

Wahrzeichen: Flensburg künftig ohne "Schwiegermutter"Foto: B. Hoffmann
Holnis Enge
WSA zieht prominente Tonne ein, Name für nachfolgenden Pfahl gesucht

Sie war mythenumrankt, und jeder Segler der Region verband zahlreiche Geschichten mit der roten Tonne 6 vor Holnis an der Flensburger Förde. Künftig ziert die "Schwiegermutter" eine Kreuzung in Glücksburg.

Das Lateralzeichen wurde oft missverstanden. Denn es bezeichnete nicht nur die Backbordseite des Fahrwassers (einlaufend), sondern auch eine Stelle, an welcher der Grund von zwölf auf einen Meter Wassertiefe ansteigt.

"Wer die Schwiegermutter schneidet, den lässt sie auflaufen!", lautete eine vielzitierte Weisheit der Flensburger Segler. Und viele von ihnen kannten die Bedeutung dieses Satzes besser, als ihnen lieb war.

Nun ist das Seezeichen Geschichte, zumindest am bekannten Ort. Aus Kostengründen hat das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck die Tonne eingezogen und durch einen Pfahl ersetzt.

In YACHT 2/2010, dem aktuellen Heft, riefen wir zu Vorschlägen für einen Benennung des Pfahls auf. Viele sind bereits eingegangen. Machen auch Sie mit. Ihre E-Mail erreicht uns unter

schwiegermutter@yacht.de.

Lasse Johannsen

Lasse Johannsen

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Geboren in Kiel, aufgewachsen am Wasser und an Bord, seglerisch ausgebildet im Verein und beim Segeln auf Nord- und Ostsee. Nach Schule, Marine und juristischer Ausbildung 2007-2009 Volontariat bei der YACHT im Ressort Panorama, welches er heute leitet. Daneben verantwortet er die Sonderausgabe YACHT classic, veröffentlichte mehrere Bücher im Verlag Delius-Klasing und ist stellvertretender Chefredakteur der YACHT. Johannsen ist begeisterter Fahrtensegler auf eigenem Kiel und aktiver Begleiter der deutschen Klassiker-Szene.

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