BremerhavenSchleuse Neuer Hafen ab 5. Oktober gesperrt

Bremerhaven: Schleuse Neuer Hafen ab 5. Oktober gesperrtFoto: YACHT/J. Kubica
Die Schleuse Neuer Hafen in Bremerhaven verbindet die Sportboot-Marina mit der Weser.
Die Schleuse Neuer Hafen in Bremerhaven wird ab Montag, 5. Oktober 2026, für die Schifffahrt vollständig gesperrt. Für Crews mit Liegeplatz in der Lloyd-Marina wird die Fahrt zwischen Weser und Hafenbecken damit zur Planungsfrage. Die Ausweichroute über die Kaiserschleuse ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

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Die Schleuse Neuer Hafen verbindet die Weser direkt mit dem Hafenbecken. Nach Angaben der Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen (BEAN) bleibt sie wegen einer umfassenden Revision voraussichtlich bis zum Beginn der Sommersaison 2027 außer Betrieb. Wer sein Boot im Neuen Hafen liegen hat oder dort überwintern möchte, sollte Ein- und Ausfahrten deshalb vor Beginn der Sperrung klären.

Lloyd-Marina: Kaiserschleuse nur im Ausnahmefall

​Wer seinen Liegeplatz in der Lloyd-Marina hat oder dort überwintern möchte, ist von der Sperrung direkt betroffen. Ein Ausweg ist jedoch grundsätzlich möglich: Sportboote können die Kaiserschleuse nutzen – allerdings ist dieser Bereich des Hafens regulär für Sport- und Freizeitboote gesperrt. Laut Pressemitteilung der BEAN ist die Durchfahrt für Sportboote nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Anmeldung möglich.

Die Kaiserschleuse liegt im Überseehafengebiet und verbindet die Kaiserhäfen I–III mit der Weser. Von dort führt der Weg über die Klappbrücke Schleusenstraße in den Neuen Hafen – und damit zur Lloyd-Marina.

Allerdings hat die Klappbrücke in diesem Jahr für reichlich Schlagzeilen gesorgt: Im Frühjahr musste sie für rund sieben Wochen abgesenkt bleiben, weil Risse in Schweißnähten des oberen Klappelements festgestellt worden waren. Kaum war diese Reparatur abgeschlossen, meldeten Anwohnerinnen und Anwohner auffällige Knall- und Quietschgeräusche – bremenports stellte daraufhin ein defektes Lager eines Hydraulikzylinders fest. Kurz vor den Maritimen Tagen im August folgte die nächste Reparatur.

Wer einen Liegeplatz im Neuen Hafen aufsuchen oder verlassen möchte, sollte sich vorab bei bremenports (UKW Kanal 10 oder Tel. 0471 / 30 90 14 00) über den aktuellen Status der Klappbrücke und die Möglichkeit einer Durchfahrt durch die Kaiserschleuse informieren.

Die übrige Schifffahrt wird während der Bauzeit grundsätzlich auf die Großschleusen verwiesen.

Was an der Schleuse Neuer Hafen erneuert wird

Zunächst werden Dammtafeln vor den Schleusenhäuptern eingesetzt und die Kammer entleert. Anschließend stehen Reinigung, Inspektion und Arbeiten an den Toren an. Die Dichtungen werden erneuert, Wartungspodeste, Geländer und Absturzsicherungen ergänzt. BEAN nennt zudem einen Umbau der Fenderung als Folge eines tödlichen Unfalls bei einer Inspektion im Jahr 2018. Die Arbeiten sollen die Anlage und künftige Wartungseinsätze sicherer machen.

Die 2005 in Betrieb genommene Schleuse hat eine Kammer von 14 mal 50 Metern, die bei Bedarf auf 62,5 Meter verlängert werden kann. Wie der Betrieb dort im Alltag aussieht, zeigt eine Reportage über einen Schleusenwärter in Bremerhaven aus dem Jahr 2024.

Einschränkungen an Land beginnen früher

Bereits ab Donnerstag, 1. Oktober 2026, soll laut BEAN auf der Lohmannstraße zwischen der Schleuse Neuer Hafen und der Schleusenstraße ein absolutes Halteverbot gelten. So soll der Schwertransport mit den Dammtafeln passieren können. Für Fußgänger soll während der Bauzeit in der Regel mindestens eines der beiden Schleusenhäupter offen bleiben. Zeitweise können auch beide Querungen gesperrt werden.

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