Schleswig-HolsteinWartezeiten auf dem Elbe-Lübeck-Kanal

Jill Grigoleit

 · 04.07.2025

Schleswig-Holstein: Wartezeiten auf dem Elbe-Lübeck-KanalFoto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, WSV
Auch an der gerade erst wieder freigegebenen Donnerschleuse kommt es zu Verzögerungen.
Der heiße, trockene Sommer wirkt sich auf die Wasserstraßen aus: Auf dem Elbe-Lübeck-Kanal kommt es aufgrund von Wassermangel zu längeren Wartezeiten an den Schleusen.

Gerade erlebte Deutschland den heißesten Tag des Jahres mit Rekordtemperaturen – weitere könnten folgen. Hitze und Trockenheit haben auch eine große Auswirkung auf die Schiffbarkeit von Binnenwasserstraßen: Bei Wassermangel wird seltener geschleust. Davon betroffen ist jetzt der Elbe-Lübeck-Kanal in Schleswig-Holstein.

Wartezeiten an vier Schleusen

An bislang vier von sieben Staustufen im Verlauf der 61 Kilometer langen Verbindung müssen Sportboote nun mit einer Wartezeit von bis zu zwei Stunden rechnen. Das gab das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe nun in einer aktuellen Nachricht für die Binnenschifffahrt (NfB) bekannt.

Gültig ist die Maßnahme auf dem Elbe-Lübeck-Kanal zunächst bis Mitte Oktober, Änderungen sind aber möglich. Bei den vier Schleusen handelt es sich um Büssau (ELK-km 3,4, bei Schleusungen in Bergfahrt), die Donnerschleuse (km 20,7, in Talfahrt), Witzeeze (km 50,4 in Bergfahrt) und Lauenburg (km 60,2 in Talfahrt).

Elbe-Lübeck-Kanal gerade erst wiedereröffnet

Bei Kanälen kann der Pegel nur durch die Zuführung von aus anderen Gewässern eingespeistem Wasser aufrechterhalten werden. Sinken der Grundwasserspiegel oder der Wasserstand dieser Gewässer, muss ein Kanal mit dem verfügbaren Wasser besonders haushalten. Wehre werden geschlossen, das talwärts abgehende Wasser durch Schleusungen reduziert.

Die Einschränkungen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal kommen erst kurz nachdem die Wasserstraße nach monatelanger Sperrung wieder für die Schifffahrt freigegeben worden war. Reparaturen an der Donnerschleuse hatten deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen, als ursprünglich vorgesehen.

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Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

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