RevierWarnemünder Sportboothafen wird erweitert

Pascal Schürmann

 · 09.07.2017

Revier: Warnemünder Sportboothafen wird erweitertFoto: Hansestadt Rostock/J. Nitschke

Bis zur Saison 2020 sollen die alten Anlagen ersetzt und im Neuen Strom zusätzliche Liegeplätze entstehen. Stadt und Land investieren zirka zehn Millionen Euro

Seit langem ist eine Neugestaltung des Sportboothafens an der Warnemünder Mittelmole im Gespräch. Jetzt ist klar, wie die Steganlagen in Zukunft aussehen werden. Ein entsprechender Gestaltungsentwurf wurde bereits vergangenen Herbst fertiggestellt, kürzlich ist nun ein Hamburger Ingenieurbüro mit der Realisierung des Projekts beauftragt worden.

Dieses Projekt umfasst nicht nur den Ersatz der bestehenden wasserbaulichen Anlagen, sondern auch die Schaffung weiterer Liegeplätze für Sportboote im Neuen Strom (siehe Illustration). Die Kosten werden auf rund zehn Millionen Euro veranschlagt, von denen die Stadt Rostock eineinhalb Millionen Euro aufbringen wird. Achteinhalb Millionen Euro soll das Land Mecklenburg-Vorpommern zuschießen.

Nötig sei das Bauvorhaben, da schon jetzt die kommunalen Holzsteganlagen und Plattformen an der Ostseite des Alten Stroms im Bereich der Yachthafenmole irreparabel beschädigt sind, wie das Rostocker Hafen- und Seemannsamt mitteilt. Sie sind deswegen überwiegend gesperrt.

Und auch die Holzplattformen auf dem Molenkörper sowie die Stege der Landessportschule auf der Ostseite der Mole im Neuen Strom befinden sich in einem derart schlechten baulichen Zustand, dass sie aufgrund der maroden Bausubstanz nicht mehr für eine Instandsetzung infrage kommen. Aufgrund dessen sei in einem Abstimmungsprozess mit allen Betroffenen vereinbart worden, dass eine Ersatzinvestition zur Errichtung neuer Anlagen unverzichtbar ist.

Dr. Chris Müller, Senator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung, erklärt: "Damit gehen wir weiter auf Kurs, die Attraktivität des Segel- und Sportbootstandortes Warnemünde zu erhöhen. Zusammen mit den in Aussicht gestellten Fördermitteln des Landes können nicht nur wasserbauliche Anlagen wie Schwimmstege und Plattformen ersetzt, sondern auch weitere Sportboot-Liegeplätze im Neuen Strom integriert werden. Dies wird ein weiteres touristisches Highlight und den Standort für alle Nutzer nachhaltig verbessern."

Letzte Vorplanungen sollen bis Ende August abgeschlossen werden, die Genehmigungsplanung zieht sich dann noch bis Dezember hin. Danach folgt das eigentliche Genehmigungs- und baufachliche Prüfungsverfahren sowie die Ausschreibung der Bauleistungen. Kurz, mit einem Baubeginn ist nicht vor Herbst 2018 zu rechnen, die Gesamtfertigstellung soll aber bis spätestens zur Saison 2020 erfolgen. Bestimmte Teilareale sind gegebenenfalls schon früher nutzbar.

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