PassathafenLiegeplätze in Travemünde jetzt online bezahlbar

Jill Grigoleit

 · 06.09.2025

Passathafen: Liegeplätze in Travemünde jetzt online bezahlbarFoto: Jill Grigoleit
Der Passathafen in Lübeck-Travemünde liegt an der Travemündung auf der Halbinsel Priwall.
Gastlieger im Travemünder Passathafen können ab sofort ihren Liegeplatz rund um die Uhr online bezahlen. Ein QR-Code an der Tür des Hafenmeisterbüros führt zur neuen Zahlungsplattform, die nach erfolgreicher Buchung Zugang zu Sanitäranlagen und WLAN gewährt. Die Neuerung beendet das bisherige Problem geschlossener Hafenmeisterbüros nach der Ankunft.

Was in Dänemark schon länger Gang und Gäbe ist, kommt langsam auch in deutschen Marinas an: Per QR-Code oder Apps wie mysea melden sich Gastlieger außerhalb der Hafenbüro-Öffnungszeiten an, bezahlen den Liegeplatz und erhalten Zugang zu Sanitäranlagen und WLAN. Neben dem Yachthafen Grömitz und dem Sportboothafen Neustadt in Holstein gibt es für Skipper nun auch im Travemünder Passathafen die Möglichkeit, sich rund um die Uhr online anzumelden. Die digitale Lösung beendet ein vertrautes Problem für viele Crews, die nach einem langen Tag auf dem Wasser im Hafen einlaufen, nur um festzustellen, dass das Hafenmeisterbüro bereits geschlossen hat.

Einfache Handhabung durch QR-Code

Die Lösung ist denkbar einfach: An der Tür des Hafenmeisterbüros ist ein QR-Code angebracht, den Gastlieger nach dem Anlegen mit ihrem Smartphone scannen können. Der Code leitet automatisch zur neuen Zahlungsplattform weiter, auf der mit wenigen Klicks alle notwendigen Daten von Boot und Nutzer eingegeben werden können. Anschließend erfolgt die Bezahlung, die derzeit per Kreditkarte möglich ist. In Kürze soll ein weiterer Online-Zahlungsdienst integriert werden, um die Auswahl an Bezahlmöglichkeiten zu erweitern. Nach erfolgreicher Buchung erhalten die Nutzer sofort eine Bestätigung per E-Mail mit allen wichtigen Informationen, dem PIN-Code für die Sanitäranlagen sowie den Zugangsdaten für das Hafen-WLAN.

Digitale Modernisierung des Hafenbetriebs

Die Basis für diese kundenorientierte Neuerung wurde bereits im April 2025 gelegt, als die Hansestadt Lübeck als Betreiber des Hafens ein neues Hafenverwaltungsprogramm für den Passathafen einführte, bei der es vor allem um die digitale Modernisierung des Hafenbetriebs ging. Für Gäste bringt die jetzt implementierte Online-Bezahlfunktion den größten spürbaren Unterschied. Sie steht beispielhaft für einen Trend, der sich in vielen Häfen an der deutschen Ostseeküste abzeichnet: Die Digitalisierung von Serviceleistungen, die den Aufenthalt für Gastlieger komfortabler gestaltet. Für die Segler bedeutet die Entwicklung mehr Freiheit und Flexibilität in der Törnplanung. Die digitale Lösung ermöglicht es den Gästen, ihren Aufenthalt im Passathafen nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, ohne sich an Öffnungszeiten oder Bürozeiten orientieren zu müssen.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Weitere Infos zum Passathafen und Lübeck finden Sie hier:


​Traditionsreicher Passathafen

Die Lübecker Bucht bietet eine gute Auswahl an modernen Marinas mit Gastliegeplätzen. Allen voran der Passathafen mit dem hiesigen Wahrzeichen, dem er seinen Namen zu verdanken hat: Die Viermastbark „Passat“, die als einer der legendären Flying-P-Liner der Reederei F. Laeisz 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel lief, ist heute Museumsschiff, Jugendherberge und beliebter Veranstaltungsort. Die Marina auf der Halbinsel Priwall – mit Blick auf die gegenüberliegende Travemünder Altstadt – zählt 490 Liegeplätze. Gastyachten bis 16 Meter Länge und fünf Meter Breite finden zehn ausgeschilderte Plätze auf vier bis sechs Meter Wassertiefe östlich des Bootskrans.


Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

Meistgelesen in der Rubrik Reisen