OstseeSchon wieder ein Leuchtfeuer ausgefallen - diesmal in Schleimünde

Christian Tiedt

 · 06.11.2025

Ostsee: Schon wieder ein Leuchtfeuer ausgefallen - diesmal in SchleimündeFoto: Google Maps, 2025 Airbus, Data SIO, NOAA, U. S. Navy, NGA, GEBCO, Kartendaten (c) 2025 GeoBasis-DE/BKG (C) 2009
Die Schleimündung von oben gesehen. Am nördlichen Ufer auf der Lotseninsel steht das Richtfeuer Schleimünde.
In Schleimünde ist das Richtfeuer auf der Lotseninsel außer Betrieb. Es ist nicht das einzige Seezeichen entlang der deutschen Ostseeküste, das mit technischen Problemen zu kämpfen hat.

Die Meldungen über verloschene Leuchtfeuer an der deutschen Küste häufen sich: Nach dem Leuchtturm Kalkgrund in der Flensburger Förde und dem Leuchtturm Kiel ist nun auch das Richtfeuer Schleimünde in der Zufahrt zur Schlei ausgefallen.

Zum Ausfall veröffentlichte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt eine aktuelle Bekanntmachung für Seefahrer (BfS), in der die Schifffahrt aufgefordert wird, “den Bereich mit entsprechender Vorsicht zu befahren”. Als Begründung werden Arbeiten angegeben. Wann diese beendet sein sollen, wurde nicht mitgeteilt.

Richtfeuer wichtig für Schleimünde

Das Richtfeuer befindet sich auf der Lotseninsel auf der Nordseite der Schleizufahrt nahe der legendären ehemaligen “Giftbude”, die bei der verheerenden Sturmflut im Oktober 2023 stark zerstört wurde. Auslaufend bezeichnet das Richtfeuer das Fahrwasser zwischen den Tonnenpaaren “7/8” und “3/4” unmittelbar westlich der Lotseninsel.

Während der Leuchtturm Kalkgrund seit seinem Ausfall im Mai noch immer außer Betrieb ist und mit Kardinaltonnen als allgemeine Gefahrenstelle bezeichnet wird, brannte das Licht beim Leuchtturm Kiel zwar nach wenigen Tagen wieder, allerdings nur mit Hilfe der Notstromversorgung. Die dauerhafte Kabelverbindung beider Seezeichen zum Festland ist nach wie vor nicht funktionsfähig.

Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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