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Ostsee/Schlei: Öffnung verschoben: Schleibrücke in Kappeln bleibt dicht!

Ursula Meer

 · 20.04.2022

Ostsee/Schlei: Öffnung verschoben: Schleibrücke in Kappeln bleibt dicht!Foto: YACHT/A. Fritsch

Schlechte Nachrichten für alle, die in der inneren Schlei liegen: Die Bauarbeiten an der Brücke verzögern sich – bis mindestens 30. April hängen Segler fest

Die bitteren Nachrichten aus der Schlei reißen nicht ab. Erst war die Schleibrücke in Kappeln sporadisch an einigen Tagen für die Durchfahrt gesperrt, seit dem 4. April bleibt sie dauerhaft unten. Entgegen früheren Nachrichten aber nicht nur bis Freitag dieser Woche: Die Bauarbeiten gehen in die Verlängerung bis zum 30. April. Das teilte heute ein Mitarbeiter des schleswig-holsteinischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums in einer Videokonferenz mit. Damit hängen weiterhin viele Segler in der Schlei fest. Die Durchfahrt unter der Brücke ist allenfalls mit gelegtem Mast möglich. Die lichte Höhe beträgt bei mittlerem Wasserstand allerdings nur 3,50 Meter.

Die Bekanntmachungen für Seefahrer vermelden die weitere Sperrung aktuell noch nicht. "Uns wurde sie aber als gesicherte Information mitgeteilt, und wir haben auch schon unsere Kunden darüber informiert", sagt Silja Schröder von der Comfortina-Werft in Schleswig, die als Mitglied des "Aktionsbündnis Maritime Wirtschaft Innere Schlei" an der Videokonferenz teilgenommen hat. Zu dem Aktionsbündnis gehören unter anderem mehrere Werften, die durch die dauerhaften Behinderungen an den Brücken über den Fjord mittlerweile ihre Existenz bedroht sehen.

Auch die Durchfahrtszeiten für die Brücke in Lindaunis bleiben vage. Die Bauarbeiten sind bis 2025 angelegt und führen aktuell immer wieder zu eingeschränkten Öffnungszeiten, die wohl andauern und womöglich erweitert werden: "Es sind weitere baubedingte Schließungen der Brücken für den Schiffsverkehr im Zeitraum von Mitte September 2022 bis voraussichtlich Juli 2023 geplant. Aufgrund der Setzungen des Damms im weiteren Bauablauf können wir frühestens Mitte 2022 diese Termine konkretisieren", teilt das BauInfoPortal der Deutschen Bahn mit.

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