Was den Verkehr betrifft, ist Wolgast ein Nadelöhr – sowohl zu Land wie auch zu Wasser. Die bislang vorhandene Klappbrücke verbindet das Festland mit der Ferieninsel Usedom und verfügt über feste Öffnungszeiten, was besonders auf der Straße zur Urlaubszeit für Chaos sorgt.
Eine neue Hochbrücke mit einer lichten Höhe von 42 Metern soll nun im Verlauf der Bundesstraße 111 jeder Hinsicht für Entlastung sorgen. Die Fertigstellung des mit rund 420 Millionen Euro veranschlagten Projekts ist frühestens 2028 vorgesehen. In der Zwischenzeit wird der Bau der als Hängebrücke konzipierten Querung für Einschränkungen auch auf dem Peenestrom sorgen.
In der aktuellen Bekanntmachung für Seefahrer (BfS) nennt das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee erste Details: Danach ist die Errichtung eines Brückenpfeilers nahe der Tonne “PN58” geplant, weshalb der Bereich in sicherem Abstand mit erhöhter Aufmerksamkeit, Vorsicht und Rücksicht passiert werden muss.
Bei den Arbeiten können manövrierbehinderte Fahrzeuge sowie schwimmende Geräte und Anlagen zum Einsatz kommen. Sie sind dann entsprechend der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung und den Kollisionsverhütungsregeln mit den entsprechenden Sichtzeichen gekennzeichnet.
Auch mit Tauchern muss gerechnet werden. Im Zweifelsfall kann auf UKW-Kanal 09 (Wolgast Traffic) oder 16 Kontakt hergestellt werden. Kurzfristige Sperrungen der Wasserstraße sind möglich und werden entsprechend bekanntgegeben.

Ressortleiter Reise