Flensburger FördeLeuchtturm Kalkgrund unzuverlässig

Jill Grigoleit

 · 24.04.2026

Flensburger Förde: Leuchtturm Kalkgrund unzuverlässigFoto: dpa/pa
Leuchtturm Kalkgrund in der Flensburger Förde.

Das Leuchtfeuer Kalkgrund in der Flensburger Förde ist weiterhin nicht im regulären Betrieb. Nachdem im Mai 2025 bekannt gegeben wurde, dass der Leuchtturm ausgefallen ist, hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee nun eine aktualisierte Benachrichtigung veröffentlicht.

Beim Ansteuern der Flensburger Außenförde ist weiterhin besondere Vorsicht geboten. Bereits im Mai letzten Jahres wurde der Ausfall des Leuchtturms Kalkgrund gemeldet. Die Gültigkeit der entsprechenden Benachrichtigung für Seefahrer (BfS) war zum 31.12.2025 ausgelaufen.

Leuchtturm im Notbetrieb

Auf Nachfrage teilte das WSA Ostsee nun mit, dass inzwischen zwar einzelne Komponenten des Leuchtfeuers erfolgreich repariert werden konnten. Derzeit aber noch geprüft werde, ob diese Maßnahmen dauerhaft greifen. Vorerst werde der Leuchtturm daher im Notbetrieb weitergeführt. Mittlerweile hat das WSA eine neue Bfs veröffentlicht, in der darauf hingewiesen wird, dass das Leuchtfeuer Kalkgrund „bis auf weiteres unzuverlässig“ ist. Die Schifffahrt wird darin aufgefordert, den Bereich mit besonderer Vorsicht zu befahren.

Parallel zu den Tests arbeiten die zuständigen Fachbereiche weiterhin daran, die Anlage vollständig instand zu setzen und den regulären Betrieb wiederherzustellen, so das WSA. Ein konkreter Zeitpunkt dafür wurde bislang nicht genannt.

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​Warnung vor der Untiefe Kalkgrund

Der Leuchtturm Kalkgrund befindet sich auf einer Seeposition rund 1,6 Seemeilen nordnordwestlich der Halbinsel Geltinger Birk und warnt vor der Untiefe Kalkgrund, die sich zwischen dem Standort des Turms und dem Festland erstreckt. Er ist Teil der Befeuerung des Kiel-Flensburg-Wegs, der den Turm nördlich passiert.

Als erster vollautomatischer Leuchtturm Deutschlands ging Kalkgrund 1963 in Betrieb. Seine Höhe beträgt 24,5 m, die Feuerhöhe 22,9 m. Er dient als Leit- und Quermarkenfeuer. Die derzeit ausgefallene Leuchtoptik verfügt im Regelbetrieb über eine Nenntragweite von 22 Seemeilen. Die Kennung besteht aus einem Gleichtaktfeuer mit weißen, roten und grünen Sektoren und einer Wiederkehr von acht Sekunden.


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Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

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